Femto-LASIK - Einleitung 
Das Sehen gilt als einer der wichtigsten Sinne - und das Auge als ästhetischstes Sinnesorgan. Es ist zwar möglich, Fehlsichtigkeiten durch Brillen oder Kontaktlinsen auszugleichen. Viele empfinden diese Sehhilfen jedoch als Beeinträchtigungen im Rahmen alltäglicher Abläufe oder bei der Freizeitgestaltung. Auch optische Aspekte stören viele – Brillen beeinträchtigen die Erscheinung und den Eindruck des Gesichts.
Normalsichtige Menschen sehen scharf, weil die Linse des Auges das Licht genau auf die Netzhaut bricht. Bei fehlsichtigen Menschen entsteht kein scharfes Bild, sondern es wird schon davor oder erst dahinter scharf. Mit einer erfolgreichen Femto-LASIK Operation kann die Normalsichtigkeit bis zu etwa +/-0,5 Dioptrien erreicht werden. Das Tragen von Sehhilfen kann also ganz oder größtenteils entfallen.1
LASIK ohne Messer
Femto-LASIK (Laser in situ Keratomileusis) ist neben LASIK, LASEK und PRK eine Methode, um die Normalsichtigkeit wieder herzustellen. Alle diese Methoden gehören zu dem Bereich der sogenannten refraktiven Chirurgie und werden auf dieser Webseite noch detaillierter vorgestellt. Femto-Lasik wird häufig auch Premium-LASIK, iLasik oder IntraLase® genannt. IntraLase® ist der Markenname eines häufig verwendeten Femtosekunden-Operationslasers. Im Gegensatz zur "normalen" LASIK-Operation wird bei Femto-LASIK der Schnitt in der Hornhaut nicht mit einem Mikrokeratom (einem mechanischen Hobel), sondern mit einem Laserstrahl erzeugt. Dazu kommt ein zweiter Operationslaser, der sogenannte Femtosekunden-Laser, zum Einsatz. Femto-LASIK wird besonders empfohlen für Patienten mit einer dünnen Hornhautschicht.
Eine vorbereitende Untersuchung bei eine Augenarzt ist obligatorisch. Dafür sollte man etwa zwei Wochen zuvor auf seine Kontaktlinsen verzichten. Bei der Untersuchung selbst werden verschiedene Tests durchgeführt wie z. B. die Brechkraftbestimmung mit einer Messbrille oder automatisch mit elektronisch-optischen Verfahren. Die Voruntersuchung dauert etwa drei bis vier Stunden. Durch die dabei eingesetzten Augentropfen weiten sich die Pupillen, so dass von anschließendem Autofahren dringend abgeraten werden muss. In jedem Fall sollte man mit einem Augenarzt einen persönlich-individuellen Behandlungsplan entwickeln.
Operation mit zwei Lasern
Obwohl die eigentliche Behandlung nur wenige Minuten benötigt, sollte man für die Operation ungefähr vier Stunden einplanen. Durch eine lokale Betäubung wird die weitgehende Schmerzfreiheit der Behandlung garantiert. Femto-Lasik verzichtet auf den bei anderen Methoden verwendeten Hornhauthobel, indem mit einem zweiten Laser die oberste Schicht der Hornhaut des Auges, die Epithel, durch ultrakurze Lichtpulse abgelöst wird. Das Verfahren wird später ausführlich beschrieben. Unter Zuhilfenahme des computergesteuerten Excimer-Lasers werden die unteren Hornhautschichten korrigiert. Im Anschluss wird die Epithel wieder auf dem Auge aufgebracht, die nun eine Art körpereigenes Pflaster ist.
Nach der Operation sollten die Augen für eine bessere Wundheilung ungefähr fünf Stunden geschlossen bleiben. Darum wird dringend dazu geraten, eine Begleitperson mitzubringen. Die Augen werden darüber hinaus etwa eine Woche lang mit antibiotischen Augentropfen beträufelt, um die Infektionsgefahr zu verringern. Ein leichtes Brennen in den ersten Tagen nach der Operation zeigt die Wundheilung an und ist völlig normal. Stürmischen Wind und helle, direkte Sonneneinstrahlung sollte man für drei bis fünf Tage nach der Operation vermeiden. Zwar kann man nach fünf Tagen wieder mit leichtem Sport beginnen, man sollte aber einige Wochen warten, bis man intensiven Sport betreibt oder Schwimmen geht.
Die Risiken sind bei der Femto-LASIK Methode sehr gering. Gemeinsam mit dem Augenarzt und regelmäßigen Kontrolluntersuchungen können sie weiter minimiert werden. Eine genauere Aufstellung der möglichen Risiken findet sich am Ende des Artikels.
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