Femto-LASIK - AblaufIm Unterschied zur LASIK-Methode wird bei der Femto-LASIK-Methode der primär eingesetzte Hornhauthobel zur Ablösung der Epithel- und Hornhautschicht (Flap) durch einen Laser ersetzt. Dieser sogenannte Femtosekundenlaser eröffnet die Deckschicht durch ultrakurze Lichtpulse, so dass kein Schnitt im klassischen Sinn mehr nötig ist. Durch die Lichtpulse werden im Inneren der Hornhaut tausende kleiner Luftbläschen erzeugt, durch deren Ausdehnung die umgebenden Hornhautschichten getrennt werden. Die Aneinanderreihung der Bläschen ergibt schließlich einen feinen Schnitt.
Nach Überprüfung der Qualität des Flapfeldes öffnet der Chirurg die Blasenschicht, löst den Flap und klappt ihn zur Seite. Mittels eines computergesteuerten Lasers (Excimer-Laser) wird nun die Korrektur im Hornhautinneren (Stroma) durch Abtragung einer im Vorfeld bestimmten Schichtdicke Hornhautzellen vorgenommen. Abschließend wird die Lamelle zurückgeklappt und repositioniert. Das Hornhautdeckelchen inklusive dem Epithel fungiert dabei gewissermaßen als körpereigener Wundverband. Dessen Anhaftung sollte selbständig innerhalb weniger Tage erfolgen; die vollständige Verwachsung dauert mehrere Wochen.4
Vorteile dieser Methode sind eine präzisere und, bei mangelnder Beschaffenheit der Bläschenschicht, auch reversibel durchführbare Schnittführung. Des Weiteren können dünnere Schnitte durchgeführt werden, weshalb teilweise auch bei Patienten mit dünneren Hornhäuten diese Methode angewandt werden kann.5
Einen Nachteil sehen Patienten im möglicherweise postoperativ auftretenden stärkeren Brennen der Augen.
Ihr Arzt kann Sie in einem persönlichen Vorgespräch über Vor- und Nachteile sowie Ihre individuelle Eignung für diese Methode aufklären.
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