Grauer Star | Katarakt

Überblick

Grauer Star | Katarakt - Einleitung

 

Die Augenkrankheit Grauer Star wird meist mit fortschreitendem Alter in Verbindung gebracht. Grauer Star oder wie er medizinisch bezeichnet wird, Katarakt, tritt tatsächlich meist ab ca. 60 Jahren auf, kann aber auch in Folge einer Augenverletzung oder einer Medikamentenunverträglichkeit vorkommen. Beim Grauen Star, oder Katarakt, kommt es zu einer Eintrübung der Augenlinse. Dies ist nicht nur äußerlich klar zu erkennen und wird als Schönheitsmakel angesehen, sondern auch das Sehen ist durch den vorhandenen Schleier vor der Linse beeinträchtigt. Durch Grauer Start wird also nicht bloß das ästhetische Erscheinungsbild gestört sondern auch die Sehleistung massiv reduziert.
Dem Voranschreiten des Dichterwerdens des Schleiers sollte früher oder später durch eine Operation Einhalt geboten werden. Eine Katarakt-Operation ist heutzutage eine der häufigsten Operationen, die wenige Risiken birgt und, wenn keine anderen Augenkrankheiten vorliegen, in den allermeisten Fällen erfolgreich verläuft.1

Bevor es dazu kommt, sind eine Reihe von Voruntersuchungen notwendig. Zum Beispiel eine Untersuchung der Augen per Ultraschallmessung oder die Analyse des Brechwerts mittels der Brechkraftbestimmung, um die Kunstlinse anfertigen zu können. Weitere notwendige Voruntersuchungen werden folgend in diesem Artikel vorgestellt. Da für die Untersuchungen die Augen mit Augentropfen erweitert werden, ist es im Anschluss nicht möglich, Auto zu fahren. Die Untersuchungen dauern knapp drei bis vier Stunden, dabei sollte auch der individuelle Behandlungsplan mit dem Augenarzt abgestimmt werden.
Die in der Regel ambulante Operation benötigt zwar nur etwa 20 Minuten, dennoch sollten für die Behandlung 3-4 Stunden reserviert werden. In selteneren Fällen kann ein stationärer Aufenthalt für 2-3 Tage ratsam sein. Es gibt mit der Phakoemulsifikation und der extrakapsulären Cataraktextraktion (ECCE) zwei häufig genutzte Verfahren. Beiden ist gemeinsam, dass die alte Linse durch eine neue Linse, eine sogenannte Intraocularlinse, ersetzt wird. Diese neue Linse ist entweder aus weichem Material oder hart aus Plexiglas. Beide Verfahren sind im Artikel genauer beschrieben.

Nach der Operation wird das Auge beobachtet, aber in der Regel kann der Patient ein paar Stunden später wieder nach hause. Das Auge wird mit Verband bedeckt, darum ist eine Begleitperson empfehlenswert. Selber Autofahren sollte man noch nicht. Auch in der ersten Nacht nach der Operation sollte noch ein leichter Augenverband getragen werden. Aber auch die Anwendung einiger begleitender Medikamente ist wichtig. Die Augen sollten beim Duschen nicht mit Wasser in Kontakt kommen, für Sport sowie Schwimmbadbesuche sollte die Freigabe des Arztes abgewartet werden. Eine professionelle Nachsorge in Rücksprache mit dem Arzt hilft eventuelle Risiken zu minimieren. Am Ende dieses Artikels werden die verschiedenen Risiken eingehender vorgestellt, sie können aber einen Arztbesuch nicht ersetzen.
Mehr als 90% der Patienten erreichen nach der Behandlung das gewünschte Ergebnis. Oft schon am ersten Tag nach der Operation, meist aber in den Tagen oder Wochen danach. Dabei muss, je nach Brechkraft der neuen Linse, trotzdem eine Sehhilfe wie Brille oder Kontaktlinse getragen werden. Dafür kann die neue Linse in der Regel ein Leben lang getragen werden, es sind keine weiteren Operationen notwendig.

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