PRK

Überblick

PRK - Einleitung

 

Das Auge vereint Wahrnehmung und Ästhetik wie kein zweites Organ. Doch häufiger als bei anderen Sinnesorganen ist die Funktionsfähigkeit des Auges eingeschränkt.
Durch das Tragen von Kontaktlinsen oder einer Brille kann die Fehlsichtigkeit zwar ausgeglichen werden, doch für viele Betroffene sind Sehhilfen eine Einschränkung in Alltag und Sport. Schließlich spielt auch der optische Aspekt eine immer größere Rolle: Brillen führen zu einer Veränderung des Gesichtsbildes, die oft nicht akzeptiert wird.

PRK ist die Kurzbezeichnung für die photoablative refraktive Keratektomie. Unter anderem der Berufsverband der Augenärzte (BVA) hat festgestellt, dass die PRK sicher und zuverlässig für die Berichtigung von Fehlsichtigkeit bis zu -6 Dioptrien ist. In der Regel wird ein Ergebnis erzielt, dass nur +/- 0,5 Dioptrien von der Normalsichtigkeit abweicht. Darum kann nach der Behandlung meist auf zusätzliche Sehhilfen wie Brille oder Kontaktlinsen verzichtet werden. 1 Diese Methode ist nicht nur sicher, sondern auch genau.
Die weiteren Verfahren der refraktären Chirurgie, wie LASIK, Femto-LASIK oder LASEK, haben alle ihre Eigenheiten und werden auf dieser Webseite eingehender vorgestellt. Die PRK-Methode wird seit den 80er Jahren erfolgreich angewendet.

Da das menschliche Auge nicht nur überaus wichtig, sondern auch empfindlich ist, sind verschiedene Voruntersuchungen durch den behandelnden Arzt empfehlenswert. Ab 7-14 Tagen vor der Untersuchung sollte nach Möglichkeit auf Kontaktlinsen verzichtet werden. Die Voruntersuchungen selbst nehmen etwa drei bis vier Stunden Zeit in Anspruch. Neben einer Untersuchung der Hornhautoberfläche und einer Messung des Augeninnendrucks, gibt es noch eine Reihe weiterer Untersuchungen, die später im Artikel vorgestellt werden. In Abstimmung mit dem behandelnden Arzt wird ein detaillierter Ablaufplan entwickelt.

Die Operation selber dauert nur wenige Minuten. Dennoch sollten alles in allem vier Stunden eingeplant werden. Bei der Operation wird die Epithel (nachwachsende Deckschicht der Hornhaut) komplett vom Auge gelöst, um besser an den darunter liegenden Hornhautschichten arbeiten zu können. Die Epithel bildet sich nach 2-3 Tagen neu. Die darunter liegenden Hornhautschichten werden anschließen mit einem Excimer-Laser vorsichtig bearbeitet, um den einen exakten Lichteinfall auf der Netzhaut zu gewährleisten. Während der gesamten Operation verspürt der Patient in aller Regel keinen Schmerz.

Es ist von großem Vorteil, im Anschluss eine Begleitperson an seiner Seite zu haben, da die Augen in den ersten 3-5 Stunden nach der Operation besser geschlossen bleiben sollten. Dies befördert den Heilungsprozess. Im Anschluss an die Operation kann es jedoch für wenige Tage zu Schmerzen kommen, da die Epithel-Schicht sich erst nachbilden muss. Gegen Infektionsgefahr werden antibiotische Augentropfen verwendet und eventuell ein Augenverband getragen. Zusätzlich ist es auch ratsam, in den ersten Tagen nach der Operation heftigen Wind und direkte Sonneneintstrahlung zu meiden. Schwimmen gehen und anderen Sport treiben sollte man erst nach wenigen Wochen.

Nachsorgeuntersuchungen bei einem Augenarzt sollten selbstverständlich sein und tragen zu einem sehr guten Behandlungsergebnis bei. Sie minimieren zudem das ohnehin geringe Risiko von Problemen während oder nach der Behandlung. Die Risiken werden gegen Ende des Artikels eingehend erläutert.
 

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