PRK - MethodenUnter normalen Bedingungen, bricht das Auge durch Hornhaut und Linse einfallendes Licht exakt so, dass auf die Netzhaut ein scharfes Abbild projiziert wird. Der sich aus Hornhaut und Linse ergebende Brennpunkt liegt genau auf der Netzhaut, so dass das entstehende Bild scharf ist. Liegt der Brennpunkt nicht auf der Netzhaut, kann das Auge also nicht passend fokussieren, liegt eine Fehlsichtigkeit vor. Das auf der Netzhaut eintreffende Bild ist nicht immer scharf.
Bei der Fehlsichtigkeit werden grundsätzlich drei Arten unterschieden: die Myopie oder Kurzsichtigkeit, die Hyperopie oder Weitsichtigkeit und der Astigmatismus oder die Hornhautverkrümmung.
Diese Fehlsichtigkeiten lassen sich mit Hilfe der sogenannten refraktiven Chirurgie operativ beheben. Mit diesen Verfahren wird die Lichtbrechung der Hornhaut operativ verändert. Im Falle der PRK oder photoablativen Keratektomie wird die oberste Schicht der Hornhaut – das Epithel – entfernt. Dann werden die darunter liegenden Hornhautschichten mittels Laser abgetragen. Dadurch wird die Hornhaut präzise abgeflacht und der Brennpunkt wieder auf die Netzhaut verlagert. PRK wurde bereits in den 80er Jahren entwickelt und ist das älteste Verfahren der modernen refraktären Chirurgie.
Weitere Verfahren der refraktären Chirurgie sind:
• LASIK (Laser in situ Keratomileusis): Durch einen Schnitt mit einem Hornhauthobel wird der Weg zum Hornhautinneren freigelegt; anschließend erfolgt hier ein operativer Gewebeabtrag (Ablation) mittels Laserstrahlung.
• Femto-LASIK (Intralasik): Auf den Schnitt mit dem mechanischen Hornhauthobel wird verzichtet; die Korrektur wird mit zwei verschiedenen Lasern vorgenommen.
• LASEK (Laser-Assisted Subepithelial Keratectomy): Das Epithel (dünne Gewebsschicht auf der Hornhautoberfläche) wird zeitweise abgelöst und aufgeklappt; der Gewebeabtrag findet auf der Hornhautoberfläche statt.
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