Gründe für MedizintourismusSchnell findet man Antworten auf die Frage, warum immer mehr Patienten sich im Ausland behandeln lassen:
1.) Immer mehr zuzahlungspflichtige Behandlungen:
Aufgrund der Kostenexplosion in den Gesundheitssystemen Westeuropas streichen gesetzliche Krankenkassen immer mehr Leistungen aus Ihrem Katalog. Zahnbehandlungen und Augenlasern wird immer weniger von den Krankenkassen bezahlt, so dass sich die Patienten auf eigene Kosten hin behandeln lassen müssen. Die demographische Entwicklung verstärkt diesen Effekt.
2.) Kostenvorteile:
Je nach Region existieren unterschiedliche Preisniveaus für Gesundheitsleistungen, so dass Sie als Patient trotz der einzuplanenden Reisekosten noch zum Teil kräftig sparen können. Unterschiedliche Lohnkosten und Mietspiegel können die laufenden Kosten einer Klinik oder eines Kurbetriebs erheblich niedriger ausfallen lassen, als in Westeuropa. Auch können steuerliche Vorteile etwa wie in den Vereinigten Arabischen Emiraten oder in einigen Ländern Osteuropas dazu führen, dass westeuropäische Patienten bis zu 70% der Kosten sparen können, die sie ansonsten in ihrem eigenen Land hätten bezahlen müssen. Hier finden Sie eine erste Behandlungskostenübersicht nach Ländern.
3.) Ein guter Service:
In einigen Ländern haben sich bereits Kliniken, Arztpraxen und Kurbetriebe auf die Behandlung ausländischer Patienten spezialisiert. Und bieten einen entsprechenden Service. Von einem Dolmetscherservice über eine Rund-um-Betreuung vor Ort, bis zur kompletten Planung Ihrer Reise können inzwischen viele Anbieter Sie unterstützen. Auch Agenturen können Ihnen die Reise erleichtern. Hier finden Sie einen Überblick an Ärzten und Kliniken im Ausland mit Detailprofilen.
4.) Eine gute Qualität:
Inzwischen haben sich einige Anbieter mit einem hervorragenden Qualitätsniveau in vielen Ländern etabliert. So existieren auch in vermeintlichen Entwicklungsländer wie etwa Indien oder Brasilien professionelle Kliniken, Arztpraxen und Kuranbieter mit einem stets steigenden Qualitätsniveau. Ärzte aus westlichen Ländern lassen sich teilweise im Ausland nieder und einige ausländische Ärzte besuchen renommierte Universitäten. Einige Kliniken lassen sich inzwischen akkreditieren.
Allerdings kann das Qualitätsniveau von Klinik zu Klinik oder Arzt zu Arzt sehr stark schwanken. Informieren Sie sich daher bereits im Vorfeld und nehmen Sie sich ausreichend Zeit, um Ihre Behandlung im Ausland gut vorzubereiten! Verlassen Sie sich nicht nur auf die Homepage eines Arztes oder Klinik, sondern nehmen Sie Kontakt zu dem Anbieter auf und klären Sie Ihre Fragen. Hier finden Sie Hinweise zur Auswahl eines Arztes im Ausland und zur Qualität von Ärzten im Ausland.
5.) Erholung und Urlaub:
Viele Patienten erholen sich nach dem erfolgten Eingriff in dem Land ihrer Wahl und erkunden so aufregende Städte, Länder und Kulturen, die man schon immer einmal kennen lernen wollte. Außerdem entzieht man sich neugierigen Blicken daheim und kann Nachsorgeuntersuchungen noch beim behandelnden Arzt vor Ort durchführen lassen.
6.) Keine Wartezeiten:
Die Situation in einigen westlichen Ländern kann für Patienten recht frustrierend sein. Monatelange Wartezeiten für wichtige Eingriffe sind teilweise keine Einzelfälle. Hier kann die Behandlung im Ausland eine gute Alternative sein - ohne größere Wartezeiten können Sie sich behandeln lassen. Übrigens hat der Europäische Gerichtshof mehrfach entschieden, dass bei längeren Wartezeiten im eigenen Land die gesetzlichen Krankenkasse etwa wie die NHS in England die Behandlung im Ausland bezahlen muss.
Übrigens unterstützt die EU explizit die grenzüberschreitende Behandlung von Patienten innerhalb der EU. Einzelne Länder werben inzwischen gezielt um Medizintouristen, da sie zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor geworden sind.
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