Italien

Überblick

Italien - Sehenswürdigkeiten

 

Italien spiegelt die klassische südeuropäische Urlaubsregion wider und das schon seit über 50 Jahren. Mit »Bella Italia« sind immer noch viele Reiseträume verbunden.

Vergleichbar einer großen Freilichtbühne präsentiert sich Italien als eine Art Gesamtkunstwerk in 20 Akten, denn so viele Regionen sind es. Facettenreich und faszinierend lässt Italien wenig Wünsche offen: Ob historische Stadtzentren, imposante Architektur, makellose Landstriche, versteckte Küsten oder gastronomische Kostbarkeiten, - es gibt viele Wege, Italien zu erleben.

Die Besonderheit vieler italienischer Kulturschätze zeigt sich auch in der Top-Position auf der UNESCO-Liste der Weltkulturerbestätten. Italien ist dort mit 43 Orten vertreten. Kein anderes Land hat eine größere Anzahl zu bieten. Im Folgenden eine kleine Auswahl an interessanten Plätzen:

Cinque Terre an der italienischen Riviera
Zu einem der bekanntesten und beliebtesten Winkeln Italiens zählt der Küstenstreifen zwischen Levante und Portovenere. Hier sind auf einem etwa 12 kilometerlangen Küstenabschnitt fünf kleine, pittoreske Ortschaften entstanden, die zusammen etwa 7.000 Einwohner zählen.

Bei den Orten an der ligurischen Küste ist die Rede von Monterosso al Mare, Vernazza, Corniglia, Manarola und Riomaggiore. Es sind kleine Meisterwerke des Städtebaus, erschaffen in einer Gegend, die sich durch unwegsames Gelände, zerklüftete Steilküsten, verwunschene Buchten und typische mediterrane Vegetation kennzeichnen.

Riomaggiore schmiegt sich an eine kleine Bucht, und Fischerboote geben den Ton an: Sie liegen aneinandergereiht am Ufer und säumen sogar die kleine Piazza.

Das nahegelegene Dorf Manarola gilt als das malerischste aller fünf Orte, bestehend nur aus einer kleinen Bucht und einem ins Meer ragenden Hügel. Da nur wenig Platz zur Verfügung steht, sind die Häuser dicht gedrängt, stufenartig übereinander angeordnet.

Als mittleres und einziges der fünf Dörfer ist Corniglia ohne eigenen Hafen, da nicht direkt am Meer gelegen. Der Ort liegt auf einem Felsvorsprung, etwa 100 Meter über dem Meer, mit einer wunderschönen Aussicht aufs Meer und den anderen Orten.

Vernazza mit der kleinen Halbinsel und den antiken Burgtürmen ist bekanntes Fotomotiv und besticht mit schöner Lage. Weinbau auf den schwer zu bearbeitenden hügeligen Terrassen ist bekannt für den Ort.

Monterosso ist der nördlichste Ort der Cinque Terre und der einzige mit einem echten Strand der Gegend. Sehenswert sind u.a. die von Genuesern errichtete Burg und die Neptun-Statue auf einem Felsen

Die Menschen dieser Gegend leben vor allem vom Fischfang und vom Weinbau. Die Weinberge des berühmten Sciacchetrà wurden auf Terrassen an den Felshängen angelegt und fallen steil ab zum Ligurischen Meer.

Noch abseits vom Massentourismus gelegen, sind die fünf malerischen Dörfer der Cinque Terre leicht zu übersehen. Sie sind zwar kein Geheimtipp mehr, da aber nicht einfach zu erreichen, gelangen meist nur Tagestouristen und Wanderer in diese Region. Mit dem Auto ist es beschwerlich, bequemer geht es per Bahn.

Als besonders schützenswerte Region, wurde die Cinque Terre im Jahre 1997 zusammen mit Portovenere zum UNESCO-Weltkulturerbe bestimmt.

Inselperlen - Ischia
Zu den zahlreichen kleineren insularen Berühmtheiten Italiens zählt auch das malerische Ischia. Sie besticht mit ihrer lebhaften Hafenidylle, schönen Stadtvierteln wie San Pietro, San Antonio oder Borgo del Celsoden, den Fischerhäusern, alten Kirchen und Palästen, aber auch dem modernen, geschäftigen Leben.

Die 46km² große Insel liegt im Tyrrhenisches Meer, dem Golf von Neapel direkt vorgelagert. Das besondere Merkmal der Insel ist ihr vulkanischer Ursprung. Dank dieser besonderen natürlichen Bedingungen sind die Böden der Insel sehr fruchtbar. Fauna und Flora können sich hier sehr gut entwickeln.

Aufgrund des ausgeprägten Insel-Vulkanismus haben sich positive Begleitumständen für eine wirtschaftliche Nutzung ergeben. Die vorhandenen Thermalquellen sind im Sinne eines gesundheitsorientierten Tourismus bereits frühzeitig entwickelt worden und eine Art Attraktion auf der Insel.

Ischia ist aufgrund der großen Anzahl an Thermalquellenein ein wahres Wellnessparadies, vielleicht eines der bekanntesten in ganz Italien.

Die Insel ist das Ergebnis vulkanischer Phänomen, der Phlegräischen Felder, daher auch der Ausdruck »Phlegräische Inseln«. Der Begriff kommt aus dem Griechischen, »flegraios«, zu Deutsch »brennend«. Das vulkanische Gebiet der Phlegräischen Felder ist riesig und erstreckt sich im Westen des Golf von Neapel bis zu den Inseln Nisida, Procida, Vivara und Ischia. Aufgrund von Tuff- und Bimssteinvorkommen ist der vulkanische Ursprung auf Ischia unverkennbar.

Eine sehenswerte Ecke auf der Insel ist das Castello Aragones, auf einer kleinen Insel östlich von Ischia gelegen, die über eine Brücke, die Ponte Aragonese, mit Ischia verbunden ist
 

Inselperlerlen - Capri
Was auf der Insel Ischia das Tuffgestein ist, verbindet die Insel Capri mit Kalkstein. Die italienische Insel liegt nur unweit von Ischia entfernt, direkt vor dem Golf von Neapel.

Capri steht vor allem für unbezwingbare Küstenabschnitte, schroffe Felsformationen und geheimnisvolle Höhlen. Die eigenwilligsten Wunderwerke der Natur sind wahrscheinlich die Faraglioni-Klippen, drei Kalksteinfelsen, die als Insel- Wahrzeichen gelten. Aufgrund der besonderen Charakteristik der Insel sowie der Verschmelzung von Formen, Farben, Meer und Land, erlebt man hier ein wirkliches Prunkstück an Ästhetik und Harmonie.

Auch wenn Kaiser Tiberius einer der ersten Verehrer war, - der Mythos Capri, das Bild einer traumhaften und einer der berühmtesten Inseln der Welt, ist erst im 19. Jahrhundert entstanden. Oft wurde die Inselschönheit beschrieben und besungen, zu hören beispielsweise in dem Sehnsucht- und Romantikschlager »Die Capri-Fischer« aus den 1950er Jahren.

Heute steht das Eiland vor allem für eine mondäne, schicke Welt, gepaart mit Caprihungrigen Tagestouristen. Charme und Reiz, Sinnlichkeit und Sonnenlust konnte die Insel als Quelle der Inspiration bewahren.

Auf einem Insel-Rundgang entlang der Küste oder durch das Innere lassen sich Erkundungen am besten starten. Über die vielen Spazierwege gelangt man zu allen wichtigen Aussichtspunkten.

Als Ausgangspunkt ist der Hafen »Marina Grande« im Hauptort Capri gut geeignet. Von hier lassen sich die Paläste und Villen, Loggien und Terrassen, Kirchen, Klöster und andere Kostbarkeiten, die zahlreich über die Insel verteilt sind, aufspüren. Zunächst geht die Fahrt mit der Seilbahn »Funicolare« in die 142 Meter hoch gelegen Altstadt, wo kleine Plätze, malerische Gassen und ein regelgerechtes Straßengewirr auf einen warten.

Der Weg führt in die Chiesa di San Costanzo, gefertigt aus Bruchsteinen eines römischen Palastes des 5. Jahrhunderts und immer wieder umgebaut. Hier gedenken die Capresen ihrem Schutzheiligen Konstantin. Im Ostteil der Insel liegt die Prunkvilla Jovis, errichtet vom römischen Kaiser Tiberius im 1. Jahrhundert n.Chr., der hier zum Ende seiner Amtszeit lebte. Die gesamte Anlage umfasst staatliche 7.000 m²

Ein Naturereignis ganz besonderer Art ist die Felsenhöhle im Nordwesten der Insel, - die Blaue Grotte, mit ihren faszinierenden Licht- und Wasserbildern. Sie sollte auf einem Capri-Ausflug nicht fehlen. Erreichbar ist die Grotte entweder über den Ort Anacapri auf dem Landweg oder von Marina Grande auf dem Wasserweg.

Neben verschiedenen Wanderrouten, gibt es auch die Möglichkeit der Inselentdeckung per Bootstour, entlang der Küsten und als Rund-um- Erlebnis geplant.

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