Italien

Überblick

Italien - Tipps

 

Gesundheitstourismus - ein Überblick
Italien gehört nicht nur zu einer der traditionellen Ferienregionen am Mittelmeer, sondern ebenso zu einem der beliebtesten Reiseländern weltweit. Laut einem aktuelleren Tourismusbericht der Stiftung für Zukunftsfragen über die begehrtesten Auslandsziele ist Italien hier fast regelmäßig unter den Top Drei zu nennen, - 2007 sogar auf dem ersten und 2008 hinter Spanien auf dem zweiten Platz.

Beim Blick in den breitgefächerten italienischen Angebotskatalog spielt auch der Wohlfühl- und Gesundheitsaspekt eine nicht unbedeutende Rolle für die Tourismusentwicklung.

Italien gehört zu den Ländern, in denen gesundheitsorientierte Urlaubsformen eine lange Tradition haben.

Was heute gemeinhin unter den sehr dehnbaren Begrifflichkeiten wie Wellness, Spa, Gesundheits- oder Wohlfühlurlaub zu verstehen ist, haben bereits die »alten Römer« erkannt, ergründet und entwickelt. Auch sie wussten, dass Wasser nicht nur zum Waschen da ist, sondern für Körper und Sinne geschickt zu nutzen ist. Die Besonderheiten von Heilquellen und natürlichen Bädern standen auch schon damals ganz im Zeichen von Erholung, Erfrischung und Entspannung, - begleitet durch Wärme, Düfte und Massagen.

Der Besuch von öffentlichen Badeanstalten und Thermen galt als ein typisches Merkmal des damaligen städtischen Lebens.

Die heutigen Gesundheits- und Wellnessanlagen sind oft eine Kombination aus Elementen traditioneller Thermenkultur und modernem Kur- und Bäderkomfort.

Die Verschmelzung zwischen besonderer / heilender Quellenkraft, landschaftlicher Schönheit und ausgezeichneten klimatischen Bedingungen italienischer Thermalkurorte ergibt einen Wohlfühl-Mix, der für die Wirkungskraft einer Anwendung und das Wohlbefinden des Gastes, während oder nach einer »Gesundheitssitzung«, mitentscheidend ist.

Heute verteilen sich die Thermalanlagen über das ganze Land.

Über eine besonders große Auswahl an gesundheitsorientierten Einrichtungen verfügt Norditalien: vom Aostatal, dem Piemont über die Lombardei und Trentino-Südtirol, bis nach Venetien und Friaul-Julisch Venetien gibt es zahlreiche Kur- und Bäderangebote.

Zu den bekannteren zählen in Venetien die Abano und Montegrotto Terme, wo aus dem vulkanischen Boden eine Reihe warmer Quellen entspringen, sowie in Trentino (Südtirol) die Termen di Merano, di Pejo und die inmitten von grünen Tannen - und Lärchenwäldern liegenden Terme di Rabbi. In der Lombardei gibt es die berühmten Bergbäder bei Bormio.

Weiter südlich in der Emilia Romagna gibt viele Provinzen mit einer Reihe von Thermalkurorten wie z.B. die Salsomaggiore Terme, die Monticelli Terme und Sant´Andrea Bagni. Auch die Region Toskana ist bekannt für ein ausgedehntes Netz von Thermalbädern, mit Quellen die bereits in alten Zeiten genutzt wurden. Neben den Terrassenbädern aus Naturkalk in Saturnia gibt viele weitere Bäder wie in Roselle, Chianciano, Montecatini, Monsummano und Chiusi.

Als Folge der Vulkanaktivität im Latium-Gebiet sind nicht nur weite Teile der Region geformt wurden, sondern auch die dortigen Thermen entstanden. Die Tivoli Terme nahe Rom sowie weiter südlich die Heilquellen in Fiuggi zählen wohl zu den bekanntesten.

Begibt man sich in Süden Italiens, kommt man in eine der Regionen Italiens, die vulkanisch am aktivsten ist. Neben den Thermen an der Küstenlinie des Golfes von Neapel werden in dieser Gegend vor allem die Thermalanlagen von Ischia sehr geschätzt. Ischia ist Neapel direkt vorgelagert und berühmt für seine radioaktiven Quellen, die unter anderem bei der Behandlung von Artrose und rheumatischen Beschwerden helfen.

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