Polen - StädteWarschau
Einführung
Die polnische Hauptstadt Warschau/»Warszawa«, mit 1,7 Mio. Einwohnern größte Stadt des Landes, liegt im östlichen Masowien. Entstanden an der Stelle des einstigen Fischerdorfes »Warsawa« entwickelte sich der Ort im Laufe des 14. Jahrhunderts zu einem lebhaften Handelsplatz. 1596 kam es dann zur Verlegung des Königssitzes von Krakau nach Warschau. Ab diesem Zeitpunkt entfaltete sich Warschau immer mehr zum kulturellen und politischen Zentrum Polens. Im Zweiten Weltkrieg wurde Warschau fast vollständig zerstört. Nach Kriegsende setzten großangelegte Wiederaufbauarbeiten ein.
Einladendes
Der Blick in die Vergangenheit ist das Besondere an Warschau, vor allem sein prägendes Erscheinungsbild: Kulturhistorisches und Modernes sind nur innerhalb weniger Jahrzehnte nach 1945 neu erschaffen worden. Es ist eine kontrastreiche Mischung aus kultur-historischem Erbe und weniger spektakulärer Nachkriegsarchitektur entstanden. Beispielgebend dafür ist der 232 Meter hohe Kulturpalast. Aus der 30. Etage bietet sich einem allerdings ein lohnender Rund-um-Blick über Warschau.
Wiederaufbau und Wiederauflebenlassen historischer Architektur haben der Stadt neuen Glanz gebracht, doch andere Elemente der Kulturgeschichte sind für immer verloren gegangen. Als ein Zentrum jüdischen Lebens in Polen sind viele dieser Spuren ausgelöscht worden.
Am Denkmal der Helden des Ghettos, einem Monumentalbauwerk des Bildhauers Nathan Rappaport, begann mit dem 1970 von Willy Brandt erfolgten Kniefall die deutsch–polnische Versöhnung.
Saisonbedingt gibt es interessante Veranstaltungen von Weltrang. Von Mai bis September finden beispielsweise im Lazienki-Park, dort wo das Chopin-Denkmal steht, regelmäßige Klavierkonzerte statt. Im Oktober gibt es das älteste Jazzfestival Europas, das Jazz Jamboree Warschau.
Erreichbarkeit
Warschau ist gut in das internationale Verkehrsnetz eingebunden. Der Hauptbahnhof liegt im Stadtzentrum, der Busbahnhof westlich der Stadtmitte. Es gibt den Berlin-Warszawa-Express sowie mehrmals täglich Eurocity-Züge via Frankfurt/Oder und Posen nach Warschau.
Fernverbindungen mit Reisebussen sind von Warschau aus in diverse deutsche Städte möglich. Es gibt ganz unterschiedliche Anbieter wie Eurolines, Ecolines, Orbit/Interbus, Touring.
Flugverbindungen vom 10 km außerhalb gelegenen Flughafen werden durch die nationale polnische LOT, aber auch diverse internationale Linien wie Lufthansa, British Airways, Air France durchgeführt. Auch Anbieter von günstigen Flügen, wie z.B. Germanwings von Berlin, Köln, Leipzig, München, Stuttgart oder Wizz Air von Dortmund sind vertreten.
Krakau
Einführung
Neben Warschau ist insbesondere Krakau/»Krakow« als eine der wichtigsten Städte in Polen zu nennen. Als historische Hauptstadt mit dem Burgberg »Wawel« zählt sie heute neben Wien und Prag zu den schönsten mitteleuropäischen Städten.
Erstmals als Handelplatz um 965 erwähnt, residierten die polnischen Könige und Herrscher zwischen dem 11. und dem 16. Jahrhundert in Krakau. Die heutige Altstadt ist ein Produkt des 13. Jahrhunderts. Seit 1978 ist die Altstadt Teil des UNESCO-Weltkulturerbes. Auch als Wissenschaftsmetropole ist Krakau von Bedeutung. Hier steht die Krakauer Jagiellonen Universität, die älteste Polens, gegründet 1364.
Einladendes
Auch vielen Polen gilt Krakau als die schönste Stadt des Landes, insbesondere der beeindruckenden Altstadt wegen. Als beliebtes Reiseziel für Kultur- und Kunstliebhaber bietet sie eine reichhaltige Auswahl an Kirchen, Bürger- und Adelshäusern, Synagogen, prächtig eingerichteten Schlössern, Plätzen und Gartenanlagen.
Für Kurzbesucher lohnen sich Erkundungen auf dem sogenannten »Königsweg«, einer Tour durch das Altstadtgebiet, wo die wichtigsten Gebäude gelegen sind. Über den gotischen Wehrturm »Barbakan« und das Florianstor, signifikant für die Reste einer mittelalterlichen Stadtbefestigung, geht es über die Florianska-Gasse direkt zum alten Hauptmarkt, »Rynek Głowny«. Er ist das Herz der Stadt und nach dem Markusplatz in Venedig der größte mittelalterliche Platz Europas. Er wird gesäumt von Patrizierhäusern und Adelspalästen aus verschiedenen Stilepochen.
Hier steht auch der imposante Renaissancebau der Tuchhallen mit seinen Arkadengängen. Im Inneren spielt sich geschäftiges Treiben ab. Kramläden, Kunststände und Kitsch bestimmen das Bild. Am Marktplatz sind Kneipen, Cafés, Straßenkünstler und Musikanten genauso präsent wie die im Ostteil des Platzes sich erhebende Marienkirche, eine gotische Basilika, mit einem beeindruckenden 17 Meter hohen dreiflügeligen Altar.
Ein eindrucksvolles Bild vermittelt auch der mächtige königliche Burgberg Wawel mit Kathedrale und Schloss, die Residenz von Herzögen und Königen Polens bis 1596. Heute ist sie auch Begräbnisstätte. Auf dem Wawel sind neben einem dreistöckigen Arkadenhof, die Königsgemächer, Rüstkammern und eine Drachenhöhle zu bestaunen. Vom Schlossberg hat man einen schönen Ausblick auf die neuen Stadtbezirke.
Traditionsreiche Festivals - von klassischer Musik, Jazz, über Theater, Tanz und Film - bieten dem Besucher fast in jedem Monat des Jahres Abwechslung.
Erreichbarkeit
Im Bahnverkehr gibt es tägliche Verbindungen von Hamburg über Berlin nach Krakau. Der Hauptbahnhof befindet sich nur wenige Gehminuten von der Altstadt entfernt.
Der Flughafen von Krakau befindet sich in Balice, etwa 18 km westlich des Stadtzentrums.
Direktflüge zwischen Frankfurt/M. und Krakau bietet z.B. die LOT, Czech Airlines, Austrian Airlines oder Lufthansa an. Es gibt auch Billigflugangebote unter anderem mit Air Berlin von Berlin nach Krakau oder auch mit Easy Jet von Dortmund und Wien nach Krakau.
Danzig
Einführung
Auf einer Besichtigungstour historisch besonders beindruckender Städte ist Danzig, polnisch Gdansk, eine Reise wert. Die an der pommerschen Ostseeküste gelegene Stadt zählt knapp eine halbe Million Einwohner und bildet mit zwei anderen Städten den Ballungsraum Dreistadt oder »Trojmiasto«.
Als eine der ältesten Handelsmetropolen entlang der Ostsee war sie auch Hansestadt und spielte eine wichtige Rolle im Warenaustausch mit den Völkern Europas. Geprägt durch eine wechselvolle Geschichte wurde Danzig zwischen den Weltkriegen zur Freien Stadt unter Kontrolle des Völkerbundes. Im Zweiten Weltkrieg wurde die Stadt größtenteils zerstört, doch anschließend wiederaufgebaut.
Einladendes
Zu den beeindruckendsten Ecken Danzigs gehört sicher der Stadtteil »Glowne Miasto«, die sogenannte Rechtsstadt. Hier, im ältesten Teil Danzigs, finden sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten und Zeugnisse der Vergangenheit.
Von Frieden, Freiheit und Reichtum künden bis heute Inschriften am Goldenen Tor, dem imposantesten von drei Zugangstoren durch die gewaltige Festungsanlage. Die alten Stadttore führen alle auf Danzigs prachtvollste Straße, die Langgasse, »ul. Dluga«. Dort wohnten einst die wichtigsten und wohlhabendsten Bürger der Stadt. Von hier gelangt man zum alten Hafen Mottlau, wo sich auch das Wahrzeichen Danzigs, das im 15. Jahrhundert errichtete Krantor, befindet.
Besonders beachtenswert ist das im holländischen Renaissancestil erbaute Rathaus der Altstadt sowie die über 650 Jahre alte gotische Marienkirche, die wohl größte Backsteinkirche der Welt. Zu den schönsten Straßen der Stadt gehört auch die Frauengasse. Hier gibt es viele Bernsteinläden, wo ausgefallene Stücke und moderne Kreationen verkauft werden.
Bernstein ist seit Jahrhunderten an den Stränden der Ostsee gefunden worden. Aus dem „Gold der Ostsee“ wurden einst kunstvolle Truhen, Gebetsketten und Schmuck gefertigt und als kostbare Ware teuer gehandelt.
Besonderes Einkaufs- und Unterhaltungsflair vermittelt der im August jeden Jahres stattfindende St. Dominik-Jahrmarkt. Geprägt durch Kunsthandwerk und Kulturelles wird er vor den Kulissen der Altstadt veranstaltet.
Erreichbarkeit
Es gibt Land-, Wasser- und Flugverbindungen nach Danzig. Direktverbindungen gibt es z.B. mit Anbietern im Niedrigpreis-Segment von Dortmund, Köln und Lübeck mit Wizz Air und von Frankfurt-Hahn mit Ryanair. Vom Flughafen in Rebiechewo, westlich von Danzig gibt es einen regelmäßigen Bustransfer ins Zentrum.
Die Anreise mit dem Auto, z. B. über Stettin und durch das Pommersche Land, ist möglich. Per Bahn führt die Reise von Berlin aus über Stettin/»Szczecin« oder über Posen/»Poznan« nach Danzig. Der Hauptbahnhof befindet sich unweit der historischen Altstadt. Fährverbindungen gibt es von Skandinavien und Deutschland nach Gdingen und Danzig.
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