Slowakei - StädteBratislava
Einführung
Bratislava, im äußersten Südwesten des Landes gelegen, ist die Hauptstadt der Slowakei. Sie liegt unweit von Wien entfernt, zu beiden Ufern der Donau und am südlichen Ausläufer der Kleinen Karpaten. Bratislava ist heute politisches, wirtschaftliches und kulturelles Zentrum des Landes.
Dank der günstigen strategischen Lage spielte die Stadt schon in der Vergangenheit eine wichtige Rolle. Die erste urkundliche Erwähnung Bratislavas, als »Brezalauspurc«, geht auf das 9. Jahrhundert zurück. Von den Mongolen im 13. Jahrhundert zerstört, wurde die Stadt vom ungarischen König Andreas III. neu gegründet. Zu dieser Zeit erhielt die Stadt die vollen Stadtrechte und wurde 1405 zur königlich-ungarischen Freistadt.
Zwischen dem 16. und Mitte des 19. Jahrhunderts war Bratislava Krönungsort der ungarischen Könige und bis 1784 auch Hauptstadt des Königreichs Ungarn. Im 18. Jahrhundert, vor allem in der Regierungszeit von Maria Theresia, sind viele wundervolle Palais und Gebäude entstanden.
Einladendes
Die noch junge Hauptstadt gilt heute als eine sehr dynamische und schnell entwickelnde mitteleuropäische Stadt mit stetig zunehmenden Besucherzahlen. Die Stadt gilt nicht nur als kultur-geschichtlich besonders interessant, sondern sie ist auch eine »gemütliche« Alternative zu den übrigen Großstädten Europas. Eine bunte Mischung aus historischem Charme und modernem Leben ist typisch für die Donaumetropole.
Das Zentrum von Bratislava, dort wo die Altstadt »Staré Mesto« den historischen Stadtkern umfasst, kann als der attraktivste Teil angesehen werden. Hier konzentrieren sich die meisten historischen Sehenswürdigkeiten und Kultureinrichtungen aus verschiedenen kulturellen Epochen.
Entlang dem denkmalgeschützten Stadtgebiet finden sich zahlreiche Gassen und kleine Straßen mit angenehmen Stuben, Cafés und Lokalitäten. Hier lädt auch die slowakische Koch- und Braukunst zum Verweilen ein.
Eines der Symbole von Bratisalva ist das »Michaeler Tor«. Es ist das einzige von den ursprünglichen vier Stadttoren, das bis heute erhalten geblieben ist. Direkt neben dem »Michaeler Turm« steht das schmalste Haus Europas mit einer Breite von 130 cm.
Zu den sicherlich beeindruckendsten Bauten gehört aber die »Burg Bratislava«, die sich 85 m über der Donau aufbaut und schon aus der Ferne eine markante Silhouette abgibt. Im neunten Jahrhundert gebaut, war sie zunächst eine Siedlungsburg. Aus dieser Zeit stammt auch die erste urkundliche Erwähnung von Bratislava. Vom 16. bis zum 18. Jahrhundert wurden im Kronturm die ungarischen Kronjuwelen aufbewahrt.
Nach einem verheerenden Brand im Mai 1811 wurden die Ruinen des Burgpalastes erst wieder im Jahr 1968 rekonstruiert. Heute bietet das Burgareal verschiedene Ausstellungen, unter anderem die des Slowakischen Nationalmuseums. Daneben werden auf dem Burghof Theatervorführungen im Rahmen der Shakespeare-Festspiele und Konzerte veranstaltet.
Erreichbarkeit
Bratislava ist in das internationale Flugnetz eingebunden. Linienflüge nach Deutschland gibt es mit Austrian Airlines nach München und mit Lufthansa nach Frankfurt. Bratislava ist zu erreichen mit dem Billigflieger Ryanair von Frankfurt-Hahn.
Über das Schienenetz ist Bratislava mit mehreren europäischen Metropolen wie z.B. Prag, Wien, Budapest, Warschau, Moskau, Berlin, München verbunden.
Neben Prag hat Bratislava schon eine direkte Autobahnverbindung mit Wien. Bald wird es auch eine direkte Autobahnverbindung mit Budapest geben und eine durchgehende Autobahn zwischen Bratislava - Žilina - Košice.
Košice
Einführung
Košice ist mit etwas 235.000 Einwohnern nicht nur die zweitgrößte Stadt des Landes, sondern auch Zentrum der Ostkarpaten. Sie liegt in der Ostslowakei, nahe der ungarischen Grenze am Fluss Hornád.
Die Stadt blickt auf eine lebhafte und lange Geschichte, die durch ihre Multikulturalität geprägt ist. Košice war einst die bedeutendste Stadt der Region. Hier blühten Handel, Gewerbe und kulturelles Leben. Erste Funde einer slawischen Siedlung gehen bis ins 8. Jahrhundert zurück. Dieser Ort bildet heute den Siedlungskern von Košice.
Aus dem Jahre 1230 stammt die erste urkundliche Erwähnung der Stadt, bezeichnet als Villa Cassa. Daraus entwickelte sich im Laufe der Zeit der slowakische Name Košice.
Im Jahr 1342 wurde Košice zur freien königlichen Stadt, doch von besonderer Bedeutung war der 7. Mai 1369. Als erste europäische Stadt erhielt Košice eine vom König signierte Wappenurkunde. Noch heute wird dieses Datum als »Tag der Stadt Košice« gefeiert.
Einladendes
Stolz kann die Stadt auf den Titel »Kulturhauptstadt Europas 2013« sein. Im September 2008 wurde Košice bereits ausgewählt. Die offizielle Ernennung wird im Mai 2009 sein. Es ist das erste Mal, dass eine slowakische Stadt diesen Titel erhält.
Košice ist durch seine Ausdehnung das größte denkmalgeschützte Stadtgebiet der Slowakei. Um die Baudenkmäler der Stadt besichtigen zu können sind keine langen Wege zu gehen. Fast alles Wichtige konzentriert sich im Stadtzentrum, dort, wo sich ein besonders schöner Hauptplatz befindet. Entlang des Platzes gruppieren sich die zahlreichen kultur-historischen Gebäude.
Besonders sehenswert sind unter anderem der monumentale gotische Dom der Hl. Elisabeth. Das Bauwerk ist die größte Kirche der Slowakei. Im Inneren des Doms wird die Aufmerksamkeit des Besuchers auf den Hauptaltar aus dem 15. Jahrhundert gelenkt, im Besonderen auf einen Teil des Altars, der als größter europäischer Komplex gotischer Tafelgemälde gilt. Zusammen mit dem im nördlichen Trakt der Kathedrale stehenden Urbandom aus dem 14. Jahrhundert und der vor der südlichen Stirnwand des Doms stehenden Kapelle des Hl. Michael wird eine geschlossene gotische Einheit gebildet, die auch einen Eintrag in das Verzeichnis der nationalen Kulturdenkmäler der Slowakei erhalten hat.
Daneben gibt es noch ein Bauwerk, das weniger imposant, aber symbolträchtig ist. Es handelt sich um die »Statue des Marathonläufers«, die auch eine Art Wahrzeichen der Stadt darstellt. Seit 1924 ist Košice immer im Herbst Austragungsort für den Internationalen Friedensmarathon, dem ältesten Europas.
Erreichbarkeit
Internationale Linienflüge gibt es unter anderem nach Prag, Wien, London. Günstige inländische Flugangebote gibt es z.B. mit SkyEurope nach Bratislava und international mit dem Charterflieger der Czech Airlines nach Frankfurt. Der Flughafen befindet sich sechs Kilometer südlich der Stadt.
Für Autofahrer ist die Europastraße 50 interessant, die aus Frankreich kommend, über Košice bis nach Russland führt. Eine direkte Autobahnverbindung Richtung Bratislava und Prag ist teilweise fertiggestellt. Direktverbindungen mit dem Zug gibt es von Wien, Prag, Budapest, aber auch von Dresden.
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