Slowenien - SehenswürdigkeitenSlowenien ist nur etwa so groß wie das Bundesland Hessen, doch präsentiert es eine facettenreiche und abwechslungsreiche Palette an außergewöhnlichen Schönheiten und Kostbarkeiten. Durch die besondere naturräumliche Lage zwischen Alpen und Adria, ist landschaftlich und kulturell Ausgefallenes zu jeder Jahreszeit zu genießen. Die folgende, kleinere Auswahl soll einen ersten Einblick geben:
Slowenisches Istrien
Auf der nur 46,6 km langen slowenischen Küste lässt sich die gesamte mediterrane Vielfalt aufsaugen. Es duftet förmlich nach dem üppigen, immergrünen Pflanzenwuchs. Inmitten dieser Idylle, versteckt in kleinen Buchten und eingerahmt von steinernen Mauern, Olivenhainen und Weinbergen, liegen die kleinen Kostbarkeiten der Adria. Hier befinden sich aufgereiht die mittelalterlich anmutenden Küstenstädtchen Piran, Izola, Koper und das bekanntere Portorož.
Als Perle der slowenischen Adria wird das altertümliche Piran bezeichnet. Das Städtchen liegt am Ende der Piraner Halbinsel. Früher war es von einer Stadtmauer umgeben, von der noch 200 m erhalten sind. Piran gilt als kulturhistorisch geschütztes Denkmal. Das unverfälschte Stadtbild mit den schmalen Gassen und engen, zusammenliegenden Häusern, die von der Küste treppenartig ansteigen, konnte bewahrt werden.
Auch die mittelalterlichen Gassen und die spezifische Architektur im Altstadtkern von Izola zeugen von reicher Geschichte. Die Stadt, die einst eine Insel war, zeichnet sich durch eine langjährige Fischereitradition aus. Kulinarische Fischgerichte sind ebenso reichlich vorhanden wie die gesunde, salzige Meeresluft. Auf den Wegen und Pfaden lässt sich entspannt die nähere ländliche Umgebung bei Izola erkunden. Dort finden sich Plätze, wo lokale Spezialitäten, Früchte aus der Natur, Olivenöl und Wein der hiesigen Winzer probiert werden können.
Beim Blick in die Geschichte hat Koper - »Capo D´Istria« oder Herrscher Istriens - besonders Spuren in der Kunst, Architektur hinterlassen. Wegen der historischen Altstadt wird sie gerne als eine der malerischsten Gegenden im Norden Istriens bezeichnet. Grauer istrischer Sandstein, weiß gepflasterte Rundplätze, enge Gassen und Überreste einer mächtigen Stadtmauer zeugen davon. Auf dem zentralen Stadtplatz steht die mächtige und größte Kathedrale Sloweniens.
Triglav-Nationalpark in den Julischer Alpen
Es heißt, dass die Slowenen im Herzen ein Bergvolk sind. Wohl auch deshalb wählten sie den Triglav zum Nationalsymbol. Die besondere Beziehung und Wertschätzung für die Bergwelt zeigt sich auch in den vielen Naturschutzgebieten in den Julischer Alpen.
Die gewaltige und gut zugängliche Gebirgslandschaft liegt in einem naturräumlich attraktiven Gebiet, das vier beliebte Urlaubsorte verbindet: Bled, Kranjska Gora, Bohinj und Bovec mit dem Tal der smaragdgrünen Soča.
Der Großteil der Julicher Alpen liegt innerhalb des Triglav-Nationalparks, der mit 83.807 ha Fläche zu den größeren europäischen Nationalparks gehört. Er ist der einzige slowenische Nationalpark und Teil einer Alpenwelt, die sich im äußersten Nordwesten des Landes erstreckt, unweit der Grenze zu Italien und Österreich.
Der Triglav-Nationalpark mit kahlen Berggipfeln erhielt seinen Namen nach dem Triglav, dem mit 2.864 m höchsten slowenischen Berg. Die Landschaft des Nationalparks kennzeichnet sich durch seltene Pflanzen, satte Alpenwiesen mit gemütlichen Hütten, smaragdgrün-schimmernden Bergseen, seilabfallenden Wasserfällen und schroffen Kalkgipfeln. Hier leben noch Luchse, Steinböcke, Braunbären, Gämse und viele andere endemische Tier- und Pflanzenarten.
Naturliebhaber und Sportler haben ihre Freude. Der Nationalpark bietet zahlreiche Aktivitäten, wie Klettern, Wandern, Wildwasserrafting, Kanufahren, Mountainbiking, Angeln, und vieles mehr.
Die Grotten von Škocjan
Es gibt mehr als 8.000 Höhlen und Grotten in Slowenien. Eines der bekanntesten Höhlensysteme sind die »Grotten von Škocjan«.
Der Regionalpark »Skocjanske jame« liegt im Südwesten Sloweniens, im Herzen des Slowenischen Karstes mit einer Oberfläche von 413 Hektar. Der Park ist nur 15 km von Italien und nur 12 km vom berühmten Lipizzanergestüt Lipica entfernt.
Unter den zahlreichen Höhlen in Slowenien nehmen die Höhlen von Škocjan einen ganz besonderen Platz ein. Die Grottenlandschaft zeichnet sich durch geräumige Säle, unterirdische Flussengen und ein verzweigtes System von elf Höhlen, Einsturzdolinen, Flussschwinden, Naturbrücken und anderen Karsterscheinungen aus.
Wegen ihrer Einzigartigkeit haben die Höhlen eine besondere Bedeutung für das Natur- und Kulturerbe.1986 wurden sie in die Liste des UNESCO-Weltnaturerbes aufgenommen und als das weltweit größte unterirdische Feuchtgebiet außerdem 1999 in die Ramsar-Konvention einbezogen.
Erleben lässt sich diese einzigartige Karster Landschaft sowohl unterhalb als auch oberhalb der Erde.
Die konstante Lufttemperatur in der Höhle beträgt 12° C. Es werden Führungen von erfahrenen Höhlenkundlern angeboten.
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