Tschechien

Überblick

Tschechien - Tipps

 

Obwohl die Tschechische Republik zu den sicheren Reiseländern gehört, sollte man zumindest auf seine Wertsachen ein genaues Auge haben, da Eigentumsdelikte überaus häufig sind. Die meisten Diebstähle geschehen hierbei in Form von Taschendiebstählen oder von Autoaufbrüchen. Meist werden dabei Handys, Video- und Fotokameras gestohlen. Man sollte von daher keine Wertgegenstände offen im Auto liegen lassen und das Auto nach Möglichkeit auf einem überwachten Parkplatz abstellen. Taschendiebstähle sind natürlich am häufigsten dort anzutreffen, wo viele Menschen sind, also bei Sehenswürdigkeiten, Bahnhöfen und in öffentlichen Verkehrsmitteln. Um von Deutschland – auch Österreich und Schweiz – aus in die Tschechische Republik anzurufen, muss die 00420 vorgewählt werden. Umgekehrt sind es die 0049 für Deutschland, die 0043 für Österreich und die 0041 für die Schweiz. Bei landesinternen Telefonaten wird keine 0 vorgewählt. Bei längeren Ferngesprächen sind in der Regel die öffentlichen Telefonzellen deutlich günstiger als zum Beispiel die Apparate in den Hotels. Notwendige Telefonkarten können in allen Verkaufsstellen der tschechischen Telekom und an vielen Zeitungsständen gekauft werden.

Die Verkehrsinfrastruktur in Tschechien ist prinzipiell auf einem hohen Niveau, besonders die 160 Jahre alte Tradition des Schienenverkehrs sticht positiv hervor. Die staatliche Tschechische Bahn verfügt über ein ausgedehntes und dichtes Verkehrsnetz (wie zum Beispiel der Inter-City-Korridor Hamburg-Berlin-Dresden-Prag). Aber auch die Anreise per Flugzeug oder Auto ist leicht möglich. So wurden kürzlich die Autobahnen D5 und D8 fertig gestellt. Beide Autobahnen gehen von Prag aus und führen jeweils bis zur deutschen Grenze, wo sie einmal auf die A6 treffen, die nach Nürnberg weiter führt und einmal auf die A17 nach Dresden. Die Nutzung der Autobahnen ist an den Erwerb einer Vignette gebunden. An den Grenzübergängen, ausgewählten Tankstellen oder bei der Tschechischen Post sind diese Vignetten käuflich zu erwerben. Die Verkehrsregeln sind den deutschen sehr ähnlich, sollten allerdings aufgrund geringfügiger Abweichungen zumindest kurz studiert werden, bevor man nach Tschechien fährt. Zudem kann man über einen der vier Verkehrsflughäfen in das Land einreisen. Der größte der Flughäfen ist in Prag. Die weiteren Flughäfen sind in Brünn, Ostrava und Karlsbad.

Die Öffnungszeiten der Banken ähneln jenen in Deutschland, allerdings leicht verkürzt. Die Behörden haben in der Regel vormittags ein paar Stunden und nachmittags nochmal geöffnet. Für beide empfiehlt es sich vor Reiseantritt aktuelle Informationen einzuholen. Die großen Kaufhäuser
und die Lebensmittelgeschäfte dagegen haben ähnliche Öffnungszeiten wie in Deutschland und manche auch sonntags geöffnet.
Zu viel sollte man in den Geschäften allerdings nicht einkaufen oder man muss die Einkäufe beim Zoll deklarieren. Denn Zollfrei dürfen im Handgepäck an Tabak 200 Zigaretten oder 100 Zigarillos oder 50 Zigarren oder 250 Gramm Tabak mitgeführt werden. An Alkoholika dürfen entweder 1 Liter an Spirituosen oder 2 Liter an Wein zollfrei ausgeführt werden. Für den Tabak muss die ausführende Person mindestens 15 und für den Alkohol mindestens 18 Jahre alt sein. Medikamente dürfen angepasst an den persönlichen Bedarf ausgeführt werden. Bei Kunstgegenständen oder Antiquitäten sollte man sich in jedem Fall mit dem Zollamt in Verbindung setzen.

Auch kulinarisch hat Tschechien einiges zu bieten, wobei es meist deftig zugeht. Das traditionelle tschechische Nationalgericht ist der Schweinebraten mit Semmelknödeln und Sauerkraut. Dieses Essen gehört zu einem Aufenthalt ebenso dazu wie traditionelles tschechisches
Bier. Gerade Bier hat in Tschechien eine mehr als 500 Jahre alte Tradition und gilt als Volksgetränk. Die in Deutschland bekanntesten tschechischen Marken sind das „Pilsener Urquell“ und das nicht mit dem amerikanischen Bier zu verwechselnde „Budweiser“. Interessanter dürfte es jedoch sein,
kleinere tschechische Brauereien oder sogenannte Hausbrauereien auszuprobieren, da jede über die Zeit eine eigene Geschmacksnote entwickelt hat. Weitere spezielle Gerichte sind verschiedene Braten (Gans, Reh oder Hase). Dazu trinkt man den Magen-Kräuter-Likör „Becherovka“ oder einen Pflaumenschnaps, den „Sliwowitz“. Als Nachtisch bieten sich wie in Österreich Kaffee und Kuchen an. Aber auch Obstknödel oder verschiedene
Strudel erfreuen sich großer Beliebtheit. Zumindest sollte man ein wenig Zeit mitbringen, um ein vollständiges tschechisches Essen auch richtig verdauen zu können.

Internationale Kreditkarten werden an vielen Stellen akzeptiert, es ist also nicht notwendig mit großen Bargeldbeträgen in die Tschechische Republik zu reisen. Einzig in kleineren Orten und auf dem Land ist nur Barzahlung möglich. Durch die geographische Nähe Tschechiens gibt es keine Zeitverschiebung, auch die europäische Sommerzeit wird berücksichtigt. Auch auf seine technischen Geräte (MP3-Spieler, Handy, Laptop) braucht man nicht verzichten, da in Tschechien 220 Volt Wechselstrom aus der Steckdose kommen. Einzig in Prag sind es teilweise 110 Volt. Durch die standardisierte GSM-Handyübertragungstechnik und Roaming-Verträge aller wichtiger deutscher Mobilfunkanbieter – O2, E-Plus, T-Mobile und Vodafone – mit tschechischen Anbietern, kann das eigene Handy ganz einfach in der Tschechischen Republik weiter genutzt werden. Natürlich fallen erhöhte Auslandpreise an, die individuell bei dem deutschen Anbieter zu erfragen sind.

Doch man kann in Tschechien nicht nur reisen, essen und trinken – auch kulturell hat das Land einige berühmte Kinder hervorgebracht. Allen voran Franz Kafka und Milan Kundera für die Literatur und Bedřich Smetana und Antonin Dvořák für die klassische Musik. Aber auch die tschechische Filmindustrie kann auf bedeutende Erfolge und herausragende Persönlichkeiten, wie den Regisseur Milos Forman, verweisen.
 

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