Türkei

Überblick

Türkei - Städte

 

Istanbul

Einführung
Istanbul, die Verbindungsstelle zwischen Europa und Asien und zugleich die einzige Metropole auf der Welt, die sich auf zwei Kontinenten zu Hause fühlen kann. Mit rund 10 Mio. Einwohnern ist sie die größte und, wirtschaftlich wie kulturell, die wichtigste Stadt in der Türkei. Durch die besondere, landschaftliche Charakteristik des Bosporus, der das Schwarze Meer mit dem Marmarameer und dem Goldenen Horn »Haliç« verbindet, erhält die ganze Anordnung einen besonderen Charme.

Als einstige Hauptstadt des byzantinischen, oströmischen und osmanischen Reiches bekannt, hatte Istanbul lange nicht nur verschiedene Namen, sondern auch verschiedene Gesichter. Über Jahrhunderte ist ein wahrer Schmelztiegel an ganz unterschiedlichen Gedanken und Gebräuchen, Kulturen und Kreativität entstanden.

Die Ursprünge des heutigen Istanbul reichen weit zurück. Etwa um 658 v. Chr. wurde die griechische Kolonie Byzanz gegründet, um 200 n.Chr. von den Römern eingenommen. Konstantin I. verkündete um 330 n. Chr. mit Byzanz die neue Hauptstadt, »Nova Roma«, wenig später umbenannt in Konstantinopel. 1453 wurde die Stadt von Sultan Mehmet II. erobert und blühte nach ihm, unter Sultan Süleiman dem Prächtigen, erst richtig auf.

Istanbul bewahrt sein bedeutendes kulturelles Erbe und erhielt in diesem Zusammenhang 1985 »Unterstützung« von der UNESCO, indem der historische Teil Istanbuls zur Weltkulturerbestätte erklärte wurde.

Im Jahr 2010 steht die Bosporus-Metropole dann noch mehr im Fokus der Weltöffentlichkeit. Sie bekommt ihren großen Auftritt auf internationaler Bühne, - als Kulturhauptstadt Europas, neben den für 2010 bestimmten Städten Essen und Pécs.

Einladendes
Mit all den unzähligen Moscheen, Minaretten, Mauern und Monumenten bietet Istanbul ein unvergleichliches Panorama. Für jeden Besucher ist etwas dabei. Es fällt daher nicht leicht sich zu entscheiden, wo ein Erkundungsrundgang beginnen soll.

Am besten orientiert man sich an der historischen Halbinsel. Auf dieser Landzunge, südlich des Goldenen Horn sind in einem größeren Umkreis von ca. 5 Kilometern bereits viele der sehenswertesten Kulturschätze und andere Feinheiten zu entdecken.

Besonders beeindruckend ist die ausgedehnte Anlage des Topkapi-Palastes, vom 15. bis zum 19. Jahrhundert politisches Zentrum der osmanischen Sultane. Der Palast ist in vier verschiedene Höfe aufgeteilt. Hier befinden sich neben dem archäologischen Museum mit wertvollen Kunstgegenständen aus den verschiedenen Epochen, prächtige Sultansgewänder, Kronjuwelen auch wertvollste Schriftstücke sowie der Harem des Sultans. In diesem lebten früher 500 Menschen, davon zahlreiche Konkubinen, aber auch Gelehrte und Schriftsteller.

Direkt vor den Toren des Topkapi-Palastes steht die Hagia Sophia, ursprünglich eine Basilika, heute als Ayasofya-Museum bekannt. Das Bauwerk gilt als eines der wichtigsten und prachtvollsten Monumente der Architekturgeschichte. Eine imposante architektonische Arbeit ist die 55m hohe und 31 m breite Kuppel, die damit zur viertgrößten Kuppel der Welt zählt. Im Innern lassen sich schöne Mosaiken bewundern. In der türkischen Zeit hat die Hagia Sophia verschiedene Ausbauten erhalten, z.B. mit türkischen Kacheln.

Nahe dem Bau der Hagia Sophia erhebt sich die berühmteste Moschee in der Stadt, die Sultan-Ahmet-Moschee mit den sechs schmalen Minaretten, aus der Anfangszeit des 17.Jahrhunderts, erschaffen vom Architekten Memed Aga. Aufgrund der Verkleidung des Innenraums und der Kuppel mit blauen Kacheln wird sie auch »Blaue Moschee« genannt.

Istanbul ist nicht nur reich gesät an kultur-historischen Highlights, sondern auch bekannt für geschäftiges Treiben, pulsierende Straßen und trendige Ecken. Zur Belebung des städtischen Ambientes tragen in jedem Fall die vielen, lebhaften Basare bei. Einer der bekanntesten Märkte ist der Große Basar, auch »Kapali Çarşi«, ein Labyrinth aus zahllosen kleinen Gassen, wo es alles an Variationen der Textil- und Handwerksarbeit zu geben scheint.

Erreichbarkeit
Auf dem Luftweg ist Istanbul mit diversen internationalen Städten verbunden.
Daneben gibt es für den innertürkischen Transport zahlreiche Buslinien. Auch Zugverbindungen sind buchbar.
Andere Möglichkeiten des Transports sind bei Kurzfahrten private Sammeltaxis “Dolmuse“, ferner Fährlinien von Istanbul nach Izmir und Trabzon, in den Monaten Juni bis September, sowie ein Tragflächenboot zwischen Istanbul und Bursa

Ankara

Einführung
Ankara, Hauptstadt der Türkei, liegt im zentralanatolischen Hinterland in der gleichnamigen Provinz. Die Stadt ist 440 Kilometer von Istanbul entfernt.

Etwa 2.500 v.Chr. entwickelte sich in der Gegend die Hatti-Kultur. Später kamen zahlreiche weiter Völker in diese Gegend, wie die indogermanischen Hethiter, Phryger, Lyder und Perser. Die Fundamente der im 3. Jahrhundert entstanden Stadt waren keltischen Ursprungs. Die keltischen Galater gaben dem Ort den Namen Ancya oder Anker, das heutige Ankara. Danach erlebte die Stadt sowohl römische, byzantinische als auch seldschukische und osmanische Epochen.

Nach dem Ersten Weltkrieg gewann Ankara an Bedeutung und 1923, im Jahr der Unabhängigkeitserklärung, wurde sie Hauptstadt der Türkischen Republik.

Einladendes
Ankara ist Verwaltungszentrum, aber auch ein wichtiger Ort der Kunst und Kultur innerhalb des Landes. Die Kulisse der Sehenswürdigkeiten ist nicht so reichhaltig wie in Istanbul, aber dennoch bietet sich dem Besucher ein Stadtbild mit einigen sehr interessanten Anziehungspunkten.

Städtischer Mittelpunkt ist der pulsierende, quirlige »Atatürk Bulvari«. Hier konzentriert sich das geschäftige Leben der Bewohner. Die Einkaufsmeile führt von dem Altstadtviertel Ulus um die Burg. In den Gassen am »Çıkrıkçılar Yokuşu«, im Ulus-Viertel, ist interessante Handwerkskunst zu bekommen. Ein Gewürz- und Kräutermarkt ist direkt vor der Burg aufgestellt.

Auf dem Hügel thront die byzantinische Burg. Von hier oben genießt man eine herrliche Aussicht auf die Stadt. Innerhalb der Burgmauern befinden sich alttürkische Häuser, die als Kunstgalerien oder auch Gaststätten dienen. Hier lassen sich die lokalen Weine probieren.

Unterhalb der Burg befindet sich das römische Theater bzw. die Ausgrabungsstätte. Einiges ist schon freigelegt worden, doch die Arbeiten dauern noch. Verschiedene Ausgrabungsstücke stehen bereits im Museum für anatolische Zivilisation. Im Ulus-Viertel sind weitere Bauten aus der römischen Zeit zu bewundern. Neben dem Augustus-Tempel aus dem 10. Jahrhundert nach Chr. sind dies die Julianus-Säule und die Fundamente eines römische Bads.

Nahe dem Burgtor liegt das einmalige und weltbekannte Museum für Anatolische Zivilisation »Anadolu Medeiystleri«. Es beherbergt bedeutende Sammlungen aus vergangenen Zeiten, wie der prähistorsich-neolithischen, der hattischen und der phrygischen Kultur.

Wenn man nach Ankara kommt, gehört es einfach dazu, die Ruhestätte des Staatsgründers Atatürk zu besichtigen. Das Mausoleum Atatürks ist das gewaltigste und auffälligste Monument in der Stadt.

Um zu entspannen, bietet sich entweder einer der vielen Parks in der Stadt an oder man macht eine Tour in die Umgebung, wo es gute Bedingungen für Wasser-, Wander- und Bergsport gibt. Richtung Süden liegen z.B. die Seen Gölbaşi und Eymi, mit Ruder- und Bademöglichkeiten sowie der mitten in Obsplantagen liegende Incek. Klettern und Wandern lässt es sich nur 23 Km außerhalb von Ankara, auf dem 1.855 hohen Elmadag, dem höchsten Berg der Provinz.

Erreichbarkeit
Ankara ist in das internationale Flugnetz eingebunden. Der Esenboğa-Airport liegt ca. 28 km nordöstlich der Stadt. Ferner gibt es Bus- wie Bahnverbindungen von Ankara ausgehend, in viele Ecken Anatoliens.

Neben den Planungen im Autobahnbau stehen seit längerem schon Ausbaumaßnahmen des Schienennetzes auf dem Plan. Kürzlich wurde die Hochgeschwindigkeitsstrecken zwischen Ankara und Istanbul fertiggestellt. Die nächste Verbindung wird die von Ankara nach Konya sein. Weitere sind in Planung.

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Hanni (2 Jahre 25 Wochen)
Hallo Paulchen, ich hab von der Türkei auch nur Positives gehört was Augenlasern angeht. Meine Schwägerin hat sich in Istanbul die Augen lasern lassen, war in Deutschland zur... (mehr...)

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