Ungarn - SehenswürdigkeitenSehenswertes
Balaton (Plattensee)
Das „ungarische Meer“ nennt man den Balaton, der mit seiner durchschnittlichen Tiefe von nur etwa 3 Metern zwar keine ozeanischen Tiefen aufweist, dafür aber mit 77 km Länge und einer Wasserfläche von insgesamt fast 600 km2 mit vielseitigen Bade- und Uferlandschaften aufwartet. Aufgrund der relativ geringen Tiefe kann man im größten mitteleuropäischen See von Frühjahr bis Herbst bei angenehmen Wassertemperaturen von 22 - 28 Grad Celsius baden und im Winter, mit etwas Glück, auf der zugefrorenen Oberfläche Schlittschuh laufen. Ein über 200 km langer Radwanderweg lädt zu ausgedehnten Touren ein, die sich in den vielen malerischen Ortschaften rund um den See unterbrechen oder mit Hilfe der örtlichen Schifffahrtsgesellschaften variieren lassen.
Während das seichte Südufer zwischen Balatonberény und Balatonlelle von Familien geschätzt wird, ist die Region um Siófok einige Kilometer weiter östlich dank ihrer langen Nächte und Strandpartys insbesondere bei jungen Leuten beliebt. Das Ostufer ist das geeignete Terrain für Wassersportler wie Surfer und Segler. Im Norden können Spaziergänger von der naturgeschützten Halbinsel Tihany bis ins Hinterland einzigartige Formationen vulkanischer Landschaften und mittelalterliche Ruinen entdecken. In dem gediegenen Kurort Balatonfüred mit seinen historischen Villen und dem bereits zu Zeiten der Römer als wichtiges Handelszentrum geltende Keszthely im Nordosten weht der Wind der Geschichte über den See: Hier befindet sich Ungarns drittgrößtes Schloss, das imposante Barockschloss Festetics mit seiner Kapelle und der Helikon Bibliothek.
Die Puszta
Wer das traditionelle Ungarn sucht, der denkt an die Puszta, an farbenfrohe Trachten und deftiges Essen. Tatsächlich findet man in der ungarischen Tiefebene all diese Ingredienzien des „typisch“ Ungarischen, denn hier, wo die Sonne auf weite Grasflächen scheint, wachsen die Aprikosen für den berühmten Kecskeméter Aprikosenschnaps und natürlich die Paprika, ohne die das ungarische Gulasch oder die Kolbász (Paprikawurst) undenkbar wären. In vielen Städten und Städtchen der Tiefebene finden jedes Jahr unzählige Festivals und Volksfeste rund um kulinarische Genüsse statt: So gibt es in Pusztamérges Marmeladen- , in Baja und Szeged Fischsuppenkochwettbewerbe, in Makó feiert man die Zwiebel und in der Gegend von Gyula, berühmt für seine Wurst, wird im Herbst ein großes ein Kolbász-Festival veranstaltet.
In der Bugac-Puszta, einem beliebten Teil des Kiskunság Nationalparks, können spektakuläre Reitervorführungen sowie Alltag und Geschichte des traditionellen Hirtenwesens besucht werden. Im Nationalpark Hortobágy befinden sich die größten Grasebenen Europas, auf denen Schafe, Pferde aus traditionsreichen Gestüten und Büffelherden weiden. Wen es in die Städte zieht, der besucht die Kulturstadt Szeged mit ihren aufwendigen Jugendstilbauten und ihren Sommerfestspielen, das von Blumen gesäumte Gyula mit seiner vollständig erhaltenen Ziegelsteinburg aus dem 15. Jahrhundert (das Burgbad gilt als eines der schönsten Heilbäder des Landes) oder Ungarns zweitgrößte Stadt Debrecen.
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