BrustvergrößerungZu den markantesten Merkmalen der Weiblichkeit gehört die weibliche Brust. Schon in der Antike Gegenstand künstlerischen Schaffens ist die optimale Form und Größe auch heute ein großes Thema, wenn es um die Schönheit der Frau geht. Die Schönheitschirurgie vermag durch eine Brustvergrößerung, auch Mammaaugmentation, die Größe der Brust den Vorstellungen entsprechend anzupassen und naturgegebene Unregelmäßigkeiten auszugleichen. Bei einer Brustvergrößerung wird in eine vorher geschaffene Loge ein mit Silikon, Hydrogel oder Kochsalz gefülltes Implantat eingesetzt. Die Entscheidung zu einer Brustvergrößerung kann neben dem ästhetischen Empfinden auch medizinisch-fundierte Gründe haben, beispielsweise wenn die Brüste nach einer Brustkrebsoperation nicht mehr gleich groß sind. Vor einer Brustvergrößerung sollten die Vor- und Nachteile des Eingriffes abgewogen und die realistisch zu erwartenden Ergebnisse besprochen werden. Unter diesen Voraussetzungen kann eine Brustvergrößerung der Frau nicht nur zu einem ihren ästhetischen Vorstellungen entsprechenden Körper sondern auch zu mehr Selbstbewusstsein verhelfen. 1,2 Für wen eignet sich eine Brustvergrößerung?
Eine Brustvergrößerung eignet sich für Frauen, deren Brüste in Relation zu Körpergröße und Gewicht zu klein sind oder deren Drüsenkörper fast vollständig fehlt. Auch bei ungleich groß angelegten Brüsten kann eine Brustvergrößerung durchgeführt werden um Größe und Form der Brüste einander anzugleichen. Im Rahmen der rekonstruktiven Schönheitschirurgie kann eine Brustvergrößerung beispielsweise bei entstellenden Fehlbildungen der Brust, nach Unfällen oder auch Brust(teil-)amputationen infolge eines Krebsleidens angebracht sein. Besteht ein erhöhtes familiäres Brustkrebsrisiko muss die Entscheidung zu einer Brustvergrößerung besonders gründlich durchdacht werden, da Brustimplantate die Erkennbarkeit bösartiger Strukturen bei der Mammographie erschweren können. 1 Welche Ergebnisse können durch eine Brustvergrößerung erzielt werden?Bei einer erfolgreich verlaufenen Brustvergrößerung ist mit einer volleren und gleichmäßigen Brustform zu rechnen. Das Implantat sollte weder unter der Haut tastbar noch sollten seine Abgrenzungen sichtbar sein. Das endgültige Ergebnis der Brustvergrößerung ist erst nach etwa 6-9 Monaten erkennbar. Das Operationsergebnis hält im Normalfall viele Jahre, jedoch nicht ewig, an; durch Alterungsprozesse und die Schwerkraft wird sich die Form der Brust mit der Zeit wieder verändern. 2 Wie wird eine Brustvergrößerung durchgeführt?Eine Brustvergrößerung wird in der Regel in Vollnarkose durchgeführt. Die circa einstündige Operation umfasst zunächst das Setzen des vorher mit der Patientin besprochenen Schnittes. Dieser kann entweder um den Brustwarzenhof herum, in der Unterbrustfalte oder in der Achsel erfolgen. Anschließend bildet der Chirurg entweder zwischen Brustmuskel und Brustdrüse oder unter dem Brustmuskel eine Art Tasche und setzt das Implantat in diese ein. In der Regel kann durch Implantate, die unter dem Brustmuskel eingesetzt werden, ein natürlicheres Aussehen erzielt werden. Nachteil dieser Methode ist jedoch, dass sie das Einschneiden des Brustmuskels erfordert und beim Sport ein störendes Gefühl entstehen kann. Abschließend wird die Wunde mit kleinen Stichen vernäht und ein leichter Verband angelegt. Eine Brustvergrößerung kann in Einzelfällen zwar auch ambulant durchgeführt werden, jedoch ist in der Regel mit einem stationären Aufenthalt von 1-3 Tagen zu rechnen. Was muss vor einer Brustvergrößerung beachtet werden?Im Vorfeld der Operation muss mit dem Arzt zunächst die Schnittführung, das Füllmaterial des Implantates sowie dessen Lage besprochen werden. Die Wahl von Größe und Form des Implantates hängt dabei von den anatomischen Voraussetzungen der Patientin, der Elastizität der Brusthaut und der Drüsenkonsistenz ab. Die durchschnittliche Größe der Implantate liegt bei 250-350 ml. Die Oberfläche kann entweder glattwandig oder texturiert sein, und für die Füllung kommen Silikongel, Hydrogel oder Kochsalzlösungen in Frage. Der Vorteil von Kochsalzlösungen ist der, dass dieses Material bei einem Austritt in das Gewebe problemlos aufgenommen werden kann. Laut Ansicht der meisten Ärzte ist jedoch Silikon am stabilsten und wirkt am natürlichsten. Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Methoden wird der Arzt in einer ausführlichen Vorbesprechung darlegen. Welche Risiken und Nebenwirkungen können bei einer Brustvergrößerung auftreten?Bestehende Allergien oder Blutgerinnungsstörungen sollten vor der Operation ausgeschlossen werden um damit in Verbindung stehende Komplikationen zu vermeiden. Durch den natürlichen Heilungsprozess kommt es nach einer Brustvergrößerung zur Bildung einer Kapsel um das Implantat. Eine mögliche Komplikation ist die Verhärtung dieser Kapsel, was mitunter zu Schmerzen und/oder Brustverformungen führen kann. In etwa 5 % der Fälle ist dann ein weiterer Eingriff zum Ersatz des Implantates bzw. der Erweiterung der Tasche erforderlich. Des Weiteren können die Implantate verrücken oder, unter hoher äußerer Druckeinwirkung, platzen. Dabei kann Füllmaterial in das Gewebe übertreten. Denkbar sind auch Sensibilitätsstörungen an der Brustwarze sowie in Ausnahmefällen Wundheilungsstörungen, Infektionen und Blutergüsse. 1,2 Welche Nachbehandlung ist erforderlich?In den ersten 1-2 Tagen nach der Operation ist mit Schmerzen zu rechnen, die noch in der Klinik effektiv mit Schmerzmitteln behandelt werden können. Im Regelfall treten auch Schwellungen und Blutergüsse auf, die sich jedoch schon bald wieder zurückbilden. Der Verband wird nach einigen Tagen entfernt und durch einen speziellen Stütz-BH ersetzt, der für weitere 3-6 Wochen getragen werden sollte. Wenn Fäden eingesetzt wurden, die sich nicht von selbst wieder auflösen, können diese nach 10-14 Tagen von einem Arzt entfernt werden. Der Eingriff hinterlässt kleine Narben, die jedoch nach einiger Zeit verblassen und bei geschickter Schnittführung dann fast nicht mehr zu sehen sind. 1,2 Was muss man nach dem Eingriff beachten?Nach 1-2 Tagen lassen die Schmerzen im Normalfall nach. Die Arbeitsfähigkeit sollte nach etwa 7-10 Tagen wieder hergestellt sein. Dennoch ist es sehr wichtig, sich in den ersten Wochen nach einer Brustvergrößerung zu schonen, schwere körperliche Arbeit und insbesondere das Heben von schweren Gegenständen zu meiden. Auch intensive sportliche Betätigung sollte für etwa 8 Wochen unterlassen werden. Duschen ist nach einigen Tagen bereits wieder möglich. In den ersten 3 Monaten nach der Brustvergrößerung sollten wenn möglich keine Büstenhalter getragen werden, die die Brust stark anheben (Wonderbra, Push-up). 1,2 Weitere Informationen zum Thema Brustvergrößerung finden Sie in unseren Behandlungsinformationen. Diese Informationen ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung. Mögliche Risiken und erforderliche Nachsorgemaßnahmen hängen von Ihrer persönlichen Situation ab und können nur von einem Arzt bestimmt werden. Quellen |
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