Computertomographie

Überblick

Computertomographie - Einleitung

 

Hochentwickelte bildgebende Verfahren sind die Basis für die Diagnose einer Vielzahl von Erkrankungen und Verletzungen. Nur durch qualitativ hochwertige, differenzierte Abbildungen des Körperinneren kann sich der behandelnde Arzt oft ein Bild über den Zustand des Patienten machen und mögliche Behandlungsmethoden konkretisieren. Je besser dabei die Qualität der Bilder ist, umso genauer können eine eindeutige Diagnose und die richtige Therapieempfehlung erfolgen.

1979 bekamen G.N. Hounsfield und A.M. Cormack für die revolutionäre Erfindung der Computertomographie (CT) den Nobelpreis; 1973 wurde das Verfahren erstmals am Menschen eingesetzt. Dank dieser Technik kann lebendes Gewebe direkt und ohne nennenswerte Belastung des Patienten dreidimensional dargestellt werden. 1

Die Computertomographie basiert dabei auf Röntgenstrahlung. Während der Patient auf einem Untersuchungstisch in der großen Öffnung des Computertomographen liegt, werden von der Röntgenröhre Strahlen ausgesendet. Diese Strahlen werden von sehr dichten Geweben wie zum Beispiel Knochen viel mehr resorbiert als von weniger dichten Geweben wie Fett. Entsprechend kommt die Strahlung nach Absorption der verschiedenen Gewebe in unterschiedlicher Intensität beim gegenüberliegenden Aufnahmesystem an und führt zu unterschiedlichen Grauabstufungen der einzelnen Gewebe auf den Bildern.

Die sehr schnelle Untersuchungsmethode ist nach wenigen Minuten abgeschlossen. Während der gesamten Zeit stehen Sie mit dem Fachpersonal über eine Gegensprechanlage in Kontakt.

Für eine bessere Bildqualität besteht bei einigen Untersuchungen die Notwendigkeit, vorab ein jodhaltiges Kontrastmittel in eine Ihrer Venen zu injizieren. Im Vorfeld muss deshalb geklärt werden, ob Ihre Niere normal arbeitet, Sie an einer Schilddrüsenüberfunktion leiden oder eine Allergie gegen das Kontrastmittel besteht.

Unter vielen anderen Einsatzmöglichkeiten eignet sich eine Computertomographie vor allem für die Darstellung des Gehirns, des Skeletts, des Herzens und der Lunge, der Gefäße sowie der Bauch- und Beckenorgane. Auch die Entnahme von Gewebeproben ist unter CT-Kontrolle möglich und oft essentiell für die Diagnose von Tumoren oder Entzündungen.

Die Strahlenbelastung einer CT ist zwar höher als die einer gewöhnlichen Röntgenuntersuchung, jedoch geht dies mit einer besseren Bildqualität und höheren Aussagekraft der Bilder einher.

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