MRT - EinleitungEine verlässliche Diagnostik ist oft nur auf Basis von modernen bildgebenden Verfahren möglich. Insbesondere durch qualitativ hochwertige, differenzierte Abbildungen des Körperinneren kann sich der behandelnde Arzt ein Bild vom Zustand des Patienten machen und so ist eine Vielzahl von Erkrankungen und Verletzungen erkennen. Die Qualität der Bilder ist dabei für eine eindeutige Diagnose und die richtige Therapieempfehlung ausschlaggebend.
Neben der Computertomographie stellt die Magnetresonanztomographie (MRT), auch unter dem Namen Kernspintomographie bekannt, eine sehr empfindliche Methode dar, um Weichteile des Körperinneren darstellen und somit untersuchen zu können.
Das Prinzip der MRT wurde bereits im Jahre 1946 von Bloch und Purcell entdeckt, wofür die beiden Forscher 1952 den Nobelpreis erhielten. Der große Vorteil dieses hochentwickelten Verfahrens, das den Körper oder Teile davon in Schnitten darstellen kann, ist, dass es ohne Strahlenbelastung funktioniert. Die Herstellung der Bilder beruht auf der Erzeugung von Magnetfeldern und elektromagnetischen Wellen. 1,2
Bei der Untersuchung befindet sich der Patient auf einer Liege, auf der er in die etwa 1 m große Öffnung der Röhre hineingefahren wird. Während der Untersuchung, die im Mittel etwa eine halbe Stunde dauert, macht das Gerät laute Geräusche, von denen der Patient jedoch dank Gehörschutz nur gedämpft etwas mitbekommt. Über eine Gegensprechanlage ist neben dem bestehenden Sichtkontakt auch die Kommunikation mit dem Fachpersonal möglich. Die intravenöse Gabe von Kontrastmittel ist nur in einigen Fällen für eine noch bessere Bildqualität notwendig. Das MRT-Kontrastmittel ist nach bisherigem Wissensstand sehr gut verträglich.
Da in einem Kernspintomographen ein sehr starkes Magnetfeld aufgebaut wird, können elektronische Teile beschädigt werden. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Chipkarten, Ihre Uhr und sonstige elektronische Gegenstände vorher ablegen. Bitte informieren Sie den Arzt auch über sich etwaig in Ihrem Körper befindliche Metallteile wie Herzschrittmacher, künstliche Herzklappen oder eine Spirale, da in diesem Fall die Untersuchung nicht oder nur in Ausnahmefällen durchgeführt werden kann.
Da die MRT ohne Röntgenstrahlung auskommt, stellt sie ein sehr schonendes Verfahren mit bisher keinen bekannten Nebenwirkungen und hoher Aussagekraft dar. 1
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