PET - EinleitungDie Positronen-Emission- Tomographie oder kurz PET ist ein modernes Verfahren der Tumordiagnostik, das seit nunmehr 15 Jahren erfolgreich eingesetzt wird.
Bei dem nicht-invasiven bildgebenden Verfahren werden radioaktiv markierte Biomoleküle (Tracer) eingesetzt, deren Verteilung und Einschleusung in Stoffwechselvorgänge im menschlichen Körper mit einem PET-Scanner verfolgt werden können. Dank der PET können verschiedenste Krebsarten frühzeitig erkannt, präzise lokalisiert und schnell erforderliche Therapien eingeleitet werden. Weitere wichtige Gebiete der Positronen-Emissions-Tomographie sind die Bestimmung des aktuellen Krebsstadiums sowie die Überprüfung des Therapieerfolges im Rahmen der Nachsorge. So kann zum Beispiel bestimmt werden, ob ein Tumor bereits gestreut hat oder nicht, was einen entscheidenden Einfluss auf die anzuwendende Therapie hat. Die PET wird daneben auch bei Fragestellungen zu koronaren oder neurologischen Erkrankungen eingesetzt.
Bei der Untersuchung in einem Positronen-Emissions-Tomographen wird Ihnen vorab intravenös der Tracer verabreicht. Der am häufigsten verwendete Tracer ist derzeit das FDG (Fluor-18-Desoxyglukose), ein mit radioaktivem Fluor markierter Traubenzucker. Dieser verteilt sich während der ca. 1stündigen Wartezeit im Körper. Da Krebszellen in der Regel einen erhöhten Bedarf an Traubenzucker haben, reichert sich das FDG in diesen Zellen vermehrt an. Während der Untersuchung liegen Sie auf einem bequemen Untersuchungstisch und werden von der PET-Kamera „gescannt“. Vereinfacht ausgedrückt wird der Zerfall des radioaktiven Materials von der Kamera registriert und computergestützt in ein Bild umgewandelt. Auf diesem Bild setzen sich letzten Endes die markierten Krebszellen vom übrigen Gewebe ab. Bei einer Weiterentwicklung der PET, der Positronen-Emissions-Tomographie-Computertomographie (PET-CT), erfolgt in einem Gerät eine PET sowie eine CT. So können neben den Stoffwechselvorgängen auch die Organe, Gewebe und Skelettteile abgebildet werden. Im Ergebnis ist durch Fusion der beiden Bilder eine noch präzisere Lokalisation des Tumorgewebes möglich. Bei einer PET-CT muss neben dem Tracer in einigen Fällen zusätzlich ein Kontrastmittel (siehe CT) verabreicht werden.
Nach der Untersuchung werden die radioaktiven Teilchen mit geringer Halbwertszeit schnell vom Körper abgebaut und teilweise auch mit dem Urin ausgeschieden. Aufgrund dieser Vorgänge ist die Strahlenbelastung bei einer PET oder PET-CT unbedenklich; sie entspricht etwa der Strahlenbelastung, der man natürlicherweise im Laufe von zwei Jahren ausgesetzt ist. 1-9
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