Fettabsaugung - eine der häufigsten Schönheits-OPs

 

fettabsaugung-auslandSchönheit vs. eigenes Schönheitsideal – der Wunsch nach einer attraktiven Figur steht meist an erster Stelle. Doch Voraussetzung dafür ist eine straffe und schlanke Körperkontur. Fettabsaugungen gehören deshalb neben Brustvergrößerungen zu den beliebtesten ästhetisch-chirurgischen Eingriffen bei Frauen1.

Was sind die Ursachen für die unbeliebten Fettpölsterchen?

Fettablagerungen können verschiedene Ursachen haben: Die übermäßige Dehnung der Bauchdecke nach einer Schwangerschaft kann zu einem Bauchansatz führen oder erblich bedingte Fettablagerungen an den Oberschenkeln, so genannte Reiterhosen.

Fettabsaugung

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Wesentliche Ursachen können auch eine dauerhaft ungesunde Ernährung und mangelnde Bewegung sein. Sind die überflüssigen Fettzellen einmal da, ist es sehr schwer sie wieder weg zu bekommen. Und meist befinden sie sich da, wo sie besonders stören. Das beeinträchtigt nicht nur das Erscheinungsbild, sondern auch das Selbstbewusstsein vieler Menschen.

Durch Sport und gesunde Ernährung kann die Fettmenge in den Zellen zwar verringert werden, die eigentliche Anzahl der Fettzellen jedoch nicht. Erst durch eine chirurgisch durchgeführte Absaugung (Liposuktion) der überflüssigen Zellen werden diese komplett beseitigt.

An welchen Körperstellen können Fettabsaugungen durchgeführt werden?

Fettabsaugungen sind prinzipiell an fast allen Körperstellen möglich. Zu den beliebtesten Körperstellen gehören neben Oberbauch und Unterbauch auch Hüfte und Taille, Gesäß und Ober-/Unterschenkel. Eingriffe an der männlichen Brust, an den Oberarmen und im Gesicht (Doppelkinn) erfreuen sich zunehmender Beliebtheit.

Wichtig ist, dass Fettabsaugen keine Alternative zum Abnehmen darstellt. Stark übergewichtige Menschen sollten vor einem chirurgischen Eingriff ihr Gewicht reduzieren.

Wer lässt die ästhetisch-chirurgischen Eingriffe der Fettabsaugung vornehmen?

Aus der Statistik der Deutschen Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie geht hervor, dass alleine in 2007 knapp 12.000 Fettabsaugungen bei Frauen und ca. 2.500 Fettabsaugungen bei Männern in Deutschland durchgeführt werden - mit steigenden Tendenzen2.

Diese Zahlen belegen, dass Frauen deutlich häufiger Fettabsaugungen durchführen lassen als Männer. Bedingt durch Erbfaktoren, bei den so genannten Reiterhosen, oder nach einer Schwangerschaft, leiden Frauen häufiger an störenden Fettablagerungen.

Welche Techniken werden bei der Fettabsaugung angewendet?

Die klassische und beliebteste Technik, ist die so genannte Tumeszenztechnik. Bei diesem Verfahren wird eine Flüssigkeit aus lokal wirkenden Betäubungsmitteln und physiologischer Kochsalzlösung in das zu beseitigende Fettgewebe injiziert. Die Fettzellen saugen die Flüssigkeit auf und werden dadurch aufgelockert und vergrößert. Die Zellen können so besser abgesaugt werden, ohne dass ein hoher Blutverlust entsteht.

Mit Hilfe von Kanülen, eingeführt durch kleine Hautschnitte, werden die Fettdepots über eine Vakuumpumpe abgesaugt. Die Gefahr, dass bei der Operation Nerven oder größere Gefäße verletzt werden, ist gering. Diese Technik erfolgt normalerweise unter Vollnarkose.

Eine gewebeschonendere Technik ist die Vibrationslipolyse. Sie eignet sich besonders bei Körperregionen, die schwieriger abzusaugen sind, wie z.B. Gesäß und Oberschenkel. Im Vergleich zur Tumeszenztechnik werden bei der Vibrationslipolyse anstelle Vakuumkanülen Vibrationskanülen verwendet. Die elektronisch gesteuerten vibrierenden Kanülen schwingen in hoher Geschwindigkeit, wodurch Fettzellen schneller aus dem Gewebe entfernt werden.

Dabei bleiben mehr Bindegewebsstränge als bei der Tumeszenztechnik erhalten, d. h. sie ist gewebeschonender und die Haut lässt sich nach dem Eingriff besser straffen. Jedoch hat der Arzt durch die elektronische Steuerung weniger Kontrolle im Vergleich zu einer Vakuumkanüle. Die Gefahr, dass dadurch anliegendes Gewebe oder die Muskelmasse verletzt wird, ist höher.

Eine relativ neue Methode zur Fettabsaugung ist die Laserlipolyse. Sie ergänzt die Möglichkeiten der Fettabsaugung. Dort, wo die herkömmlichen Methoden der Liposuktion ihre Grenze erreichen, kommt die Laserlipolyse zum Einsatz. Bei der Behandlung wird über eine ca. 1 mm breite Kanüle eine Laserfaser in die Haut eingeführt. Die Laserfaser gibt Energie direkt in die Fettzellen ab. Die Fettzellen werden zerteilt, verflüssigen sich und das umliegende Gewebe löst sich auf. Die Fettzellen werden dann über den üblichen Absaugprozess entfernt.

Die Ultraschall-Technik wird meist zur Nachbehandlung eingesetzt. Eine spezielle Ultraschall-Kanüle wird in das Fettgewebe eingeführt und setzt dort Energie frei, durch die das Fett verflüssigt wird. Das Fett wird vom Körper selbst ausgeschieden und nicht abgesaugt wie bei einer herkömmlichen Fettabsaugung. Jedoch kann maximal eine Handgroße Fläche behandelt werden und die Behandlung ist im Vergleich zu anderen Techniken kostspieliger. Man erspart sich allerdings die Operation, die Narkose und mögliche Schmerzen.

Was muss vor einem chirurgischen Eingriff beachtet werden?

Der Alkohol- und Nikotingenuss sollte ca. 4 Wochen vor der Operation eingeschränkt, bzw. vermieden werden. Zudem sollten ca. 2 Wochen vor der Fettabsaugung sollten keine Medikamente mit gerinnungshemmenden Mitteln (Aspirin, Acetylsalicylhaltige Medikamente) eingenommen werden. Spätestens 3 Wochen vor der Operation ist die Pille abzusetzen.

Welche Risiken und Nebenwirkungen können bei der Fettabsaugung auftreten?

Bei jeder Narkose können, abhängig von Vorerkrankungen sowie von dem allgemeinen Gesundheitszustand, Risiken oder Komplikationen auftreten. Fast jede Wunde sondert innerhalb der ersten 24 Stunden nach einem chirurgischen Eingriff vermehrt Flüssigkeit ab (vorwiegend Reste der eingespritzten Kochsalzlösung). Auch Nachblutungen lassen sich nicht ausschließen.

Sensibilitätsstörungen der Haut (Taubheitsgefühl) an den abgesaugten Stellen sowie Gewebsreaktionen, wie Schwellungen und kleinen Unregelmäßigkeiten der Hautkontur, können auftreten, bilden sich in der Regel nach einiger Zeit nach. Schmerzen (ähnlich wie bei einem Muskelkater), Blutergüssen und Schwellungen an den betroffenen Stellen können ebenfalls auftreten, lassen sich jedoch durch Kompressionsbekleidung lindern und klingen in der Regel nach 2-3 Wochen vollständig ab.

Welche Nachbehandlung ist erforderlich?

Um möglichen Veränderungen der Haut vorzubeugen, muss die behandelte Körperstelle durch Miederhosen, Kompressionsstrümpfe oder Bandagen für ca. 6-8 Wochen nach dem Eingriff gestützt werden. Diese werden Tag und Nacht getragen. Dadurch wird in der Regel verhindert, dass sich die durch das fettabsaugen entstandenen Hohlräume mit Gewebeflüssigkeit füllen und dadurch eine größere Narbenbildung entsteht. Zusätzlich wird der Heilungsprozess unterstützt, um die ästhetische Formung der abgesaugten Stellen möglichst zu erhalten.

Was muss man nach dem Eingriff beachten?

Direkt nach einer Fettabsaugung braucht der Körper Ruhe und Erholung, Anstrengung und Stress sollten möglichst vermieden werden. Nach wenigen Tagen können leichte Tätigkeiten wieder ausgeübt werden. Sportliche Aktivitäten sowie Sonne, Solarium und Sauna können nach 6-10 Wochen wieder aufgenommen werden.

Bei dem Eingriff des Fettabsaugens werden dem Körper nicht nur Fettzellen, sondern auch viel Flüssigkeit entzogen. Um den Entzug auszugleichen, sollte nach dem Eingriff ausreichend Flüssigkeit wieder aufgenommen werden. Sind die überflüssigen Fettzellen entfernt, gilt es dafür zu sorgen, dass möglichst keine neuen entstehen.

Mit einer ausgewogenen Ernährung mit vielen Vitaminen und ausreichend Bewegung bleibt der Körper in Form. Regelmäßiges Eincremen, Massagen, kaltes Abduschen und Peelings können die Elastizität der Haut zusätzlich unterstützen.

Weitere Informationen zum Thema Fettabsaugung finden Sie in unseren Behandlungsinformationen.

Sprechen Sie mit einem Arzt

Diese Informationen ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung. Mögliche Risiken und erforderliche Nachsorgemaßnahmen hängen von Ihrer persönlichen Situation ab und können nur von einem Arzt bestimmt werden.

Quellen:
1Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen
2Gesellschaft für Ästhetische Chirurgie Deutschland e.V.

http://www.flymedic.de/node/389 http://www.flymedic.de/node/389 http://www.flymedic.de/node/389