Magenbandimplantation

Überblick

Magenbandimplantation - Nachbehandlung

 

An die Implantation des Magenbandes schließt sich ein etwa 4-7tägiger stationärer Aufenthalt an. Die Schmerzen nach der Operation sind im Normalfall relativ gering und können während des stationären Aufenthaltes effektiv mit Schmerzmitteln gelindert werden. Der Beginn des Kostaufbaus variiert je nach Patient und Klinik: teilweise kann noch am Abend der Operation mit der oralen Flüssigkeitszufuhr begonnen werden, teilweise erfolgt aber auch in den ersten 3-4 postoperativen Tagen die Zufuhr von Flüssigkeit und Nährstoffen nur durch die Venen (intravenös). Etwa 2-5 Tage nach dem Eingriff wird in der Regel eine Röntgenkontrolle des Oberbauches durchgeführt. Anschließend wird der Kostaufbau schrittweise begonnen. 3,5

In der ersten Zeit der Eingewöhnung kann es zum Erbrechen kommen, wenn mehr Nahrung zu sich genommen wird, als der Pouch es zulässt. Während der nächsten 2-3 Monate lernen die Patienten jedoch sehr schnell, die Nahrungszufuhr entsprechend anzupassen, so dass die Häufigkeit des Erbrechens stetig sinkt. 3

Für den Therapieerfolg ist es essentiell, sich strikt an den Kostaufbauplan zu halten. Die Nahrung geht dabei von anfangs flüssiger Nahrung über dicke Breikost bis letzten Endes wieder zur normalen Mischkost. Wichtig ist dabei, sorgfältig und lange zu kauen und insgesamt langsam und in kleinen Portionen zu essen. Der Flüssigkeitsbedarf sollte ausschließlich mit kalorienfreien Getränken gedeckt werden. Bei Eintreten des Sättigungsgefühls sollte die Nahrungsaufnahme eingestellt werden. Grundsätzlich sind zu heiße, zu kalte, zu scharfe, zu fette und zu süße Speisen zu meiden. Dies sind jedoch nur Anhaltspunkte; ein genau auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmter Ernährungsplan kann nur zusammen mit einer Ernährungsfachkraft ausgearbeitet werden. Neben der richtigen Ernähung und Sport gehören auch regelmäßige ärztliche Kontrollen des Magenbandes und der Ernährung zur Nachtherapie. 3,4,9,10

Sofern keine Komplikationen auftreten ist die Ausübung der üblichen körperlichen Aktivitäten nach etwa 7-10 Tagen wieder möglich bzw. dann ist auch die Arbeitsfähigkeit wieder gegeben. Bei Schmerzen, Schwellungen, Blutungen oder ähnlichen Erscheinungen sollte schnellstmöglich ein Arzt aufgesucht werden. 3,11

Über die genannten und weitere individuelle Nachsorgemaßnahmen sprechen Sie bitte auch explizit mit Ihrem behandelnden Arzt.
 

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