Magenbandimplantation - RisikenDie laparoskopische Implantation eines Magenbandes geht international mit einer niedrigen Krankheitsrate (Morbidität) einher. Zu den möglichen allgemeinen Komplikationen zählen die Verletzung anderer Organe (Milz oder Leber) während der Operation, Blutungen und Infektionen. Daneben kann es postoperativ zu Wundheilungsstörungen, Venenthrombosen oder Lungenproblemen kommen. Auch können Probleme im direkten Zusammenhang mit dem Magenband auftreten, so zum Beispiel Banddefekte, die Bandeinwanderung in den Magen, Infektionen des Bandsystems oder akute oder chronische Pouch-Erweiterungen. Einige der genannten Komplikationen können einen erneuten Eingriff nach sich ziehen, der jedoch in der Regel auch minimal-invasiv durchgeführt werden kann. Nur in seltenen Fällen führen Komplikationen zum Bandverlust und somit zum Scheitern der Behandlung. Wenn die Sicht auf die Organe bei der laparoskopischen Vorgehensweise durch Blutungen oder ähnliches zu schlecht ist, kann es gegebenenfalls notwendig sein, während des Eingriffs auf die offen-chirurgische Methode (Baucheröffnung über einen großen Schnitt) umzusteigen. 3,5,13
Über diese und weitere mögliche Risiken wird Ihr behandelnder Arzt Sie gerne im Detail aufklären.
Quellen:
1 Dr. Thomas Manger, ltd. Oberarzt an der Klinik für Chirurgie am Universitätsklinikum Magdeburg
2 Universitätsklinikum Bonn
3 Universitätsklinik für Allgemein- und Transplantationschirurgie in Innsbruck
4 Universitätsklinikum Freiburg
5 Universitätsklinikum Giessen und Marburg GmbH
6 Universitätsklinikum Düsseldorf
7,8,11,12,13 BariatricEdge, Ethicon Endo-Surgery
9 Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.
10 Klinikum der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg
|