Herzkatheteruntersuchung

Überblick

Herzkatheteruntersuchung - Risiken

 

Bei Herzkatheteruntersuchungen treten in weniger als einem Prozent der Fälle Komplikationen auf. Das Risiko für tödliche Komplikationen und Infarkte liegt bei Ballondilatationen etwa bei 0,4%. Anzumerken ist dabei jedoch auch, dass das Risiko einer nichtbehandelten Verengung der Koronarien viel höher ist als das Risiko einer Ballondilatation. 5,11

Zu den auftretenden Komplikationen zählen Herzrhythmusstörungen, Herzinfarkte und Embolien, d.h. die Bildung eines Blutpfropfes, der sich löst, vom Blutstrom mitgerissen wird und zum Beispiel im Gehirn einen Gefäßverschluss nach sich zieht. In 0,6 – 1% der Fälle muss notfallmäßig eine Bypass-Operation durchgeführt werden. Des Weiteren kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen auf das Röntgen-Kontrastmittel oder die lokale Betäubung kommen. Auch Infektionen, Nachblutungen und Blutergüsse in Folge der Punktion (Einstich in die Arterie) sind denkbar. Außerdem können Gefäßaussackungen und AV-Fisteln (Verbindungen zwischen Venen und Arterien) auftreten. Während des Eingriffs können Gefäße, Haut- und Weichteile oder Nerven verletzt werden. Liegen Herzerkrankungen oder sonstige Nebenerkrankungen vor, so ist das Komplikationsrisiko entsprechend höher. 3,5

Über diese und weitere mögliche Risiken wird Ihr behandelnder Arzt Sie gerne im Detail aufklären.

Quellen:
1,5 Universitätsklinikum Köln
2 Universitätsklinikum Ulm
3 Universitätsklinikum Aachen
4 Focus online
5 Universitätsklinikum Köln
6,7,8,9 Universitätsklinikum Heidelberg
10 Universitätsklinikum Freiburg
11 SLK-Kliniken GmbH, akademisches Lehrkrankenhaus der Universität Heidelberg 

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