Kinderwunschbehandlung - AblaufIm Rahmen der Zyklusoptimierung und der Spritzentherapie wird eine gezielte Hormon-Therapie durchgeführt. Dabei erfolgt eine hormonelle Stimulation durch die Einnahme von Tabletten (z.B. Clomifen) oder die Gabe feiner Spritzen während mehrerer Tage des Zyklus. 3
Die Inseminationstherapie umfasst das Einbringen gereinigter und besonders gut beweglicher Spermien des Mannes zum optimalen Zeitpunkt in die Gebärmutter. Der kleine Eingriff erfolgt mittels eines dünnen, weichen Plastikkatheters und ist nicht schmerzhaft. 4
Bei einer Endometriosebehandlung werden Endometriosen entfernt. Das Auftreten dieses gebärmutterschleimhaut-ähnlichen Gewebes äußert sich zumeist durch Schmerzen bei der Monatsblutung sowie häufig auch beim Geschlechtsverkehr. Die Endometriosen werden, wie bereits unter dem Punkt „Vorbereitung“ beschrieben, mittels einer in Narkose durchgeführten Bauchspiegelung operativ entfernt. Anschließend erfolgt in der Regel eine medikamentöse Ergänzungstherapie durch Gabe monatlicher Spritzen, die während der 3-6-monatigen Behandlungszeit zu einer Blockade der Eierstockfunktion und -hormonproduktion führen. 2
Bei der In-Vitro-Fertilisation erfolgt zunächst die unter „Vorbereitung“ beschriebene Vorbehandlung. Wenn durch die Hormonstimulation eine ausreichende Zahl von Follikelbläschen herangereift ist, wird der Eisprung durch Injektion ausgelöst. 32-36 Stunden danach wird die Punktion der Follikelbläschen durchgeführt und so die Eizellen in Kurznarkose entnommen. Im Brutschrank werden dann die Eizellen mit Spermien des Mannes zusammengebracht. Nach 20-24 Stunden kann die etwaige Befruchtung festgestellt werden, und nach 2-4 Tagen können dann in der Regel 2 (in Ausnahmefällen auch 3) Embryonen in die Gebärmutter übertragen werden. Dies erfolgt mittels eines dünnen Katheters wie bei der Inseminationsbehandlung. 2,5
Die Intra-Cytoplasmatische Sperma-Injektion (ICSI) gleicht in ihrem Ablauf der In-Vitro-Fertilisation. Der Unterschied besteht darin, dass die entnommenen Eizellen nicht mit den Spermien inkubiert sondern an einer Haltepipette fixiert werden. Mithilfe eines Mikroskops wird anschließend ein einzelnes Spermium in eine Pipette aufgezogen und direkt in die Eizelle injiziert. 6
Die Spermiengewinnung aus Nebenhodenkanälchen (MESA) erfolgt beim Mann in einem ambulant durchgeführten operativen Eingriff. Weitaus häufiger werden die Spermien jedoch mittels einer Hodengewebsprobe gewonnen (Testikuläre Spermien-Extraktion (TESE)).
Bei beiden Methoden besteht auch die Möglichkeit, die gewonnenen Spermien im Gefrierschrank zu konservieren um sie so für weitere Befruchtungsversuche bereit zu halten. Nach Gewinnung der Spermien werden diese durch ICSI mit der Eizelle zusammengebracht. 2
Wenn bei IVF, ICSI oder TESE-Behandlungen überzählige befruchtete Eizellen vorhanden sind, gibt es die Möglichkeit, diese ebenfalls zu konservieren und dann bei Bedarf für einen neuen Versuch zu verwenden.
Bitte sprechen Sie über die jeweiligen Behandlungsabläufe auch im Detail mit Ihrem behandelnden Arzt.
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