LASIK - Augenlasern

 

LASIKDas menschliche Auge nimmt pro Sekunde mehrere Millionen Informationseinheiten auf, verarbeitet diese und leitet einen Teil davon dem Bewusstsein zu. Ohne die wichtige Funktion des Sehens ist der Mensch stark in alltäglichen Abläufen eingeschränkt, sei es bei der Arbeit, im Haushalt oder in der Freizeit. Fehlsichtigkeiten können heute mit technisch avancierten Methoden behandelt werden.

LASIK (Laser in situ Keratomileusis) ist eine Laseroperation, durch die Brechkraftfehler dauerhaft korrigiert werden können. Mittels eines computergesteuerten Lasers werden im Inneren der Hornhaut minutiös einzelne Hornhautschichten abgetragen und so die Brechkraft des Auges angepasst. Durch den Eingriff kann der Patient ganz oder größtenteils auf Sehhilfen verzichten. Neben Femto-LASIK, LASEK (Laser-Assisted Subepithelial Keratectomy) und der PRK (Photoablative Refraktive Keratektomie) stellt die LASIK eine der vier Säulen der sogenannten refraktiven Chirurgie dar, die sämtlich die Korrektur von Brechkraftfehlern zum Ziel haben.1

Für wen eignet sich die LASIK?

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Laser-Assisted Subepithelial Keratectomy oder kurz LASIK ist die Methode, die weltweit am häufigsten zur Korrektur von Fehlsichtigkeiten angewandt wird. In der Regel kann mit der LASIK Kurzsichtigkeit (Myopie) bis -8 dpt, Weitsichtigkeit (Hyperopie) von 3-4 dpt und Hornhautverkrümmungen (Astigmatismus) von 3-4 dpt korrigiert werden. Eine Voraussetzung für die Durchführbarkeit des Eingriffes ist eine ausreichende Hornhautdicke von mindestens 0,5 mm. Des Weiteren sollten die Dioptrienwerte der Brille bzw. der Kontaktlinsen seit mindestens 1-2 Jahren stabil sein. Nicht geeignet ist die LASIK für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren sowie für die Behandlung von Alterssichtigkeit (Presbyopie).1

Was kann durch LASIK erreicht werden?

Bereits in den ersten Tagen nach der Laseroperation erreichen die meisten Patienten schon eine normale oder verbesserte Sehstärke. Da in den ersten postoperativen Wochen noch leichte Veränderungen der Sehleistung festzustellen sind, liegt das endgültige Operationsergebnis jedoch im Regelfall erst nach etwa 4-6 Wochen vor. Durch den Eingriff kann verhindert werden, dass beispielsweise eine Kurzsichtigkeit weiter voranschreitet oder zumindest kann diese eingedämmt werden.

In den meisten Fällen wird Normalsichtigkeit erreicht. Sollte dies nicht der Fall sein, kann in der Regel eine Nachoperation durchgeführt werden. Wie genau das Operationsergebnis letzten Endes aussieht, hängt jedoch auch von der Ausgangssehstärke ab: Die Genauigkeit der LASIK nimmt mit dem Umfang der durchzuführenden Operation ab. Aufgrund der Alterssichtigkeit ist es wahrscheinlich, dass trotz erfolgreicher Korrektur ab circa dem 50. Lebensjahr wieder eine Brille getragen werden muss.1,2

Wie wird LASIK durchgeführt?

Die Laseroperation umfasst zwei Schritte: zunächst wird oberflächlich eine dünne, runde Hornhautlamelle ("Flap") abgelöst und zur Seite geklappt. Damit liegt das Innere der Hornhaut frei, das nun bearbeitet werden kann. Im zweiten Schritt trägt ein computergesteuerter Laser minutiös eine bestimmte Schichtdicke der Hornhaut ab, wodurch die Brechkraft der Hornhaut korrigiert wird.

Nach der Laserbehandlung wird die Hornhautlamelle wieder zurückgeklappt und erfüllt so die Funktion eines natürlichen Wundverbandes. Nach der anfänglichen Anhaftung des Hornhautdeckelchens kommt es nach einigen Wochen dann schließlich zur Verwachsung mit den darunter liegenden Schichten. Der Flap verwächst jedoch nie mehr vollständig, deshalb kann bei fortschreitender Veränderung des Auges auch nach Jahren noch "nachgelasert" werden.

Der nur wenige Minuten pro Auge dauernde Eingriff findet unterhalb der schmerzempfindlichen Hornhautoberfläche statt und läuft deshalb normalerweise schmerzfrei ab. In der Regel können in einer Sitzung beide Augen unter lokaler Tropfenanästhesie korrigiertwerden. Bei Bedarf kann außerdem ein Beruhigungsmittel verabreicht werden.2,3

Standard- oder Femto-LASIK?

Bei der Standard-LASIK-Operation wird der Schnitt in der Hornhaut („Flap“) mit einem Mikrokeratom erzeugt; das ist ein Präzisionsmesser, das auf dem Auge positioniert wird. Femto-LASIK, manchmal auch als iLASIK, Premium-LASIK oder S-LASIK bezeichnet, ist eine LASIK-Behandlung, bei der zusätzlich zum Operationslaser ein zweites Lasergerät zum Einsatz kommt.

Dieses Gerät, der so genannte Femtosekunden-Laser, erzeugt computergesteuert den Schnitt in der Hornhaut – ohne eine mechanische Klinge. In der Regel wird Femto-LASIK etwa 40-100% teuer als Standard-LASIK angeboten. Unterschiede in der Ergebnisqualität sind jedoch bisher nicht bekannt. Bei Patienten mit relativ dünner Hornhaut wird oft Femto-LASIK empfohlen. Manche Augenärzte nennen die Methode auch IntraLase®, nach dem Namen eines Operationsgerätes.

Was muss vor der Laseroperation beachtet werden?

Für eine adäquate Operationsplanung werden im Vorfeld des Eingriffes einige Untersuchungen vorgenommen. Dazu zählen beispielsweise die Messung des Augeninnendruckes und die Untersuchung des Augenhintergrundes. Durch die dafür notwendige Pupillenerweiterung sollte anschließend auf das Autofahren verzichtet werden. 1-2 Wochen vor den Untersuchungen wie auch vor der Laseroperation ist es außerdem ratsam, keine Kontaktlinsen mehr zu tragen. Am Tag vor dem Eingriff sollten keine Augenkosmetika und/oder Lidsalben mehr aufgetragen werden.4

LASIKWelche Risiken und Nebenwirkungen können bei LASIK auftreten?

Die Risiken sind bei richtiger Indikation und adäquater Nachbehandlung gering. Trotz genauer Berechnungen der abzutragenden Hornhautschichtdicke kann es in seltenen Fällen jedoch zu einer Über- oder Unterkorrektur der Hornhaut kommen. Tritt dies ein, kann nach etwa drei Monaten erneut eine Behandlung erfolgen und das Ergebnis so korrigiert werden. Das Hornhautdeckelchen wird dabei erneut abgelöst und die Nachkorrektur vorgenommen. In Ausnahmefällen kann sich das Hornhautdeckelchen verschieben oder Falten aufwerfen. Wird dies frühzeitig erkannt, kann es repositioniert und durch eine Kontaktlinse stabilisiert werden.

Denkbare weitere Nebenwirkungen des Eingriffes sind eine Einschränkung des Kontrastsehens und in der Folge eine Minderung des Dämmerungs- und Nachtsehens, Glanzeffekte sowie diffuse ringförmige Lichterscheinungen („Halos“). Diese Nebenwirkungen bilden sich jedoch häufig innerhalb der ersten Wochen wieder zurück. Sehr selten kommt es zu Wundheilungsstörungen oder Infektionen.1

Welche Nachbehandlung ist erforderlich?

Die Laseroperation an sich verläuft zwar nahezu schmerzfrei, jedoch können in den ersten Stunden nach dem Eingriff minimale Schmerzen auftreten. Dies äußert sich häufig in Form von leichtem Brennen, vereinzelt kommt es zu einer verstärkten Sekretion von Tränenflüssigkeit. Aufgrund der sehr kleinen Wundfläche sind die Schmerzen jedoch äußerst gering.

Bereits etwa eine Stunde nach der Operation wird die Sehfähigkeit an einer Spaltlampe überprüft. Für eine rasche und komplikationslose Wundheilung sollten die Augen ansonsten während der ersten 3-5 Stunden nach dem Eingriff geschlossen gehalten werden. In der ersten postoperativen Woche sollten nach Anweisung des behandelnden Arztes antibiotische Augentropfen aufgetragen werden. Da das Vernarbungsrisiko gering ist, können die Augentropfen aber schon bald wieder abgesetzt werden.3

Was muss man nach dem Eingriff beachten?

Während der ersten Tage nach dem Eingriff sind die Augen sehr sensibel und sollten nicht gereizt werden. Es empfiehlt sich deshalb zum Beispiel, bei intensiver Sonneneinstrahlung oder starkem Wind eine Schutzbrille zu tragen. Auf Sport sollte 4-5 Tage verzichtet werden, danach kann bereits wieder mit leichter sportlicher Betätigung begonnen werden. Schwimmen ist nach einigen Wochen, wenn die Hornhautlamelle vollständig angewachsen ist, wieder möglich. Bei Kontrolluntersuchungen bei einem Augenarzt sollte das Operationsergebnis in regelmäßigen Abständen überprüft werden. 1,2

LASIK im Ausland

Immer mehr Deutsche entscheiden sich für eine Augenlaserbehandlung in der Türkei, in Tschechien oder anderen Ländern, denn normalerweise werden dort dieselben Geräte wie auch hier in Deutschland eingesetzt. Die Behandlung kostet jedoch teilweise weniger als die Hälfte.

Hinzu kommt, dass einige Ärzte in den genannten, besonders populären Ländern, bereits eine große Anzahl von LASIK-Behandlungen durchgeführt haben und inzwischen sehr erfahren und routiniert darin sind. Patienten wie auch Medien berichten häufig von modernen Behandlungseinrichtungen, die deutschen Augenarzt-Praxen hinsichtlich Ausstattung und Sauberkeit in nichts nachstehen.

Wer sich daher im Vorfeld einer Behandlung sorgfältig informiert und vergleicht, kann eine qualitativ hochwertige Augenlaserbehandlung im Ausland zu günstigen Preisen bekommen.

Tipp: Wenn Sie im Internet LASIK-Preise vergleichen, achten Sie darauf, ob der Preis für beide Augen (z. B. in der Türkei üblich) oder pro Auge (z. B. in Deutschland üblich) angegeben ist.

Weitere Informationen zum Thema LASIK finden Sie in unseren Behandlungsinformationen.

Sprechen Sie mit einem Arzt

Diese Informationen ersetzen keine individuelle ärztliche Beratung. Mögliche Risiken und erforderliche Nachsorgemaßnahmen hängen von Ihrer persönlichen Situation ab und können nur von einem Arzt bestimmt werden.

 


Quellen

1Berufsverband der Augenärzte Deutschlands e.V. (BVA), Deutsche Ophthalmologische Gesellschaft (DOG), www.augeninfo.de/patinfo/lasik.pdf
2Kommission Refraktive Chirurgie (KRC), www.augeninfo.de/krc/kurz.php, www.augeninfo.de/krc/patinf_l.php
3Charité Berlin, www.charite.de/rv/ophthal/de/lasik/Opverfahren/methoden/lasik.html
4Augenklinik am Neumarkt, www.augenportal.de/view.php?nid=657
5Operation Auge e. V.

http://www.flymedic.de/node/389 http://www.flymedic.de/node/389 http://www.flymedic.de/node/389