Operation bei Bauchspeicheldrüsenkrebs | Pankreaskarzinom

Überblick

Bauchspeicheldrüsenkrebs - Nachbehandlung

 

Meist ist nach der Operation ein kurzer Aufenthalt auf der Intensivstation sinnvoll. Angelegte Drainagen und die Magensonde werden nach dem Eingriff so bald wie möglich entfernt. Der Flüssigkeitshaushalt wird durch Infusionen auf einem normalen Niveau gehalten. 9 Im Anschluss an die Operation muss mit einem 3-4wöchigen Aufenthalt auf Station sowie einer anschließenden mehrwöchigen Erholungsphase gerechnet werden. Die genaue Länge des Klinikaufenthaltes und der Erholungsphase richtet sich nach dem Umfang des Eingriffs sowie Ihrer allgemeinen gesundheitlichen Verfassung. Manchmal kann auch der Aufenthalt in einer Rehabilitationseinrichtung sinnvoll sein, um den Erholungs- und Genesungsprozess zu beschleunigen. 6

Wenn der Tumor durch die Operation vollständig entfernt werden konnte, ist die Therapie im Regelfall abgeschlossen. Im anderen Fall kann nach dem Eingriff beispielsweise eine Strahlentherapie, auch möglich in Kombination mit einer Chemotherapie, angesetzt werden. Im Körper verbliebene Krebszellen sollen so abgetötet werden. Wenn die Therapie schließlich abgeschlossen ist, beginnt die Zeit der Nachsorge und Rehabilitation. Diese hat zum Ziel, einen etwaigen Rückfall (Rezidiv) frühzeitig aufzudecken und gezielte Behandlungsschritte einzuleiten. Daneben ist aber auch die Linderung der Operationsfolgen und gegebenenfalls von Begleiterkrankungen und die Hilfestellung bei körperlichen, seelischen und sozialen Problemen Inhalt der Nachsorge. Ein integraler Bestandteil der Nachsorge sind regelmäßige Kontrolluntersuchungen zu bestimmten Zeitpunkten, im Abstand von einem bis mehreren Monaten. Art und Umfang der Untersuchungen hängen dabei vom Stadium des Tumors bei Diagnosestellung, der durchgeführten Behandlung und Ihrem Gesundheitszustand ab.

Die nach der Operation auftretenden Beschwerden sind individuell sehr verschieden. Dank einer angemessenen Enzym- bzw. Insulintherapie sind einige Patienten trotz der totalen oder partiellen Entfernung des Pankreas nahezu beschwerdefrei. Bei anderen hingegen treten mehr oder weniger stark ausgeprägte Beschwerden auf. Aufgrund einer operationsbedingten Entzündung der Gallenwege können zum Beispiel Fieberschübe auftreten. Wenn der Magen teilweise entfernt wurde, kann es zum sogenannten Dumping-Syndrom kommen. Dabei treten infolge des zu schnell in das Duodenum übertretenden Mageninhaltes Schwindel, Schweißausbrüche, Übelkeit und Erbrechen sowie Schmerzen im Oberbauch auf. Weitere mögliche Folgen der Operation sind Durchfall, Gewichtsabnahme, Appetitlosigkeit, Bauchschmerzen, Blähungen und fettiger Stuhlgang. Meist lassen sich die Beschwerden medikamentös sowie durch bestimmte Maßnahmen wie die Einnahme häufiger aber dafür kleiner Mahlzeiten, eine geeignete Diät und die Vermeidung unverträglicher Speisen lindern. Etwaig erhöhte Blutzuckerwerte können durch eine Blutzuckertherapie gesenkt werden. 6,10,11,12

Über die bei Ihnen notwendigen individuellen Nachsorgemaßnahmen und -therapien wird Ihr Arzt Sie umfassend informieren.

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