Operation bei Harnblasenkrebs | Blasenkrebs | Blasenkarzinom

Überblick

Blasenkrebs - Nachbehandlung

 

Nach einer transurethralen Elektroresektion ist mit einem etwa 2-5tägigen stationären Aufenthalt zu rechnen; bei der viel umfangreicheren vollständigen Entfernung der Harnblase können Sie sich auf einen 2-3wöchigen Klinikaufenthalt einstellen. Bei sehr komplexen Eingriffen kann auch ein kurzer Aufenthalt auf der Intensivstation erforderlich sein. Der Dauerkatheter wird nach Abschluss der Wundheilung entfernt. 6,8

Wenn die Untersuchungsergebnisse der entnommenen Gewebeproben Anhaltspunkte für ein erhöhtes Rückfallrisiko erbringen, können weitere Therapieschritte eingeleitet werden. So kann innerhalb von 24 Stunden nach der Tumorentfernung eine intravesikale Installationstherapie durchgeführt werden. Die Zytostatika werden über einen Katheter in die Blase geleitet und nach 1-2 Stunden wieder abgeleitet. Auch die Spülung der Blase (frühestens zwei Wochen nach der Operation) mit dem Impfstoff BCG (Bacillus Calmette-Guerin) im Rahmen einer Immuntherapie ist möglich. Chemo- und Immuntherapie können sich über einen Zeitraum von 6-8 Wochen regelmäßig wiederholen. Durch diese mehr vorbeugenden Maßnahmen soll die Einnistung mobiler Tumorzellen verhindert und das Rückfallrisiko reduziert werden. Die Einleitung des Zytostatikums oder des Impfstoffs erfolgt im Regelfall ambulant. Eine etwaig notwendige zweite Operation mit der Elektroschlinge kann nach 1-6 Wochen durchgeführt werden. Bei Tumoren in bereits fortgeschrittenen Stadien werden nach der Operation ebenfalls in der Regel noch weitere Therapiemaßnahmen angesetzt. Dazu können eine Chemo-, Strahlen- und/oder Immuntherapie zählen.

Ein bedeutsamer Teil der Nachsorge sind Kontrolluntersuchungen, die auch nach erfolgreicher operativer Entfernung des Tumors regelmäßig erfolgen müssen. Die Frequenz richtet sich dabei nach dem Krebsstadium und dem allgemeinen Gesundheitszustand des Patienten. Bei den Kontrolluntersuchungen kann ein etwaig wiederkehrender Krebs frühzeitig erkannt und effektiv behandelt werden. Patienten mit einem Stoma, einer Ersatzblase oder einer anderen Form der Harnableitung sollten auch langfristig regelmäßig untersucht werden um Komplikationen wie zum Beispiel Nierenschäden vorzubeugen. Bei schweren Krebsformen kann auch der Aufenthalt in einer Rehabilitationseinrichtung sinnvoll sein. 6,12

Über die bei Ihnen notwendigen individuellen Nachsorgemaßnahmen wird Ihr Arzt Sie auch umfassend informieren.

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