Blasenkrebs - RisikenJeder chirurgische Eingriff birgt gewisse Risiken. Bei der Entfernung der Harnblase und umliegender Strukturen können unbeabsichtigt Organe, Gefäße oder Nerven verletzt werden. Wird zum Beispiel der Darm versehentlich verletzt, kann es zu einer schwerwiegenden Bauchfellentzündung kommen. Daneben sind andere Entzündungen, Narbenbildung und sonstige Wundheilungsstörungen sowie Nachblutungen möglich. Im Anschluss an die Operation kann es vermehrt zu Harnwegsinfekten kommen, die mit Antibiotika behandelt werden müssen. Auch allergische Reaktionen sind nicht auszuschließen. Der zunächst gelegte Dauerkatheter kann nach dessen Entfernung eine Reizblase verursachen, das heißt häufigen Harndrang mit jeweils nur wenig Urinausscheidung. Bei Männern kann es durch die Entfernung der Prostata zu Potenzschwierigkeiten (erektile Dysfunktion) bis hin zur dauerhaften Impotenz kommen. Problematisch ist bei Ersatzblasen oft das Harnträufeln (Inkontinenz); oft muss wieder neu erlernt werden, den Harn zu halten bzw. die Blase kontrolliert zu entleeren. Bei der endoskopisch durchgeführten Tumorentfernung sind Komplikationen sehr selten.8
Über die genannten und weitere Risiken wird Ihr Arzt Sie vor der Operation auch gerne aufklären.
Quellen:
1,3,4,5,7,9,12,13 Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG)
2 Robert-Koch-Institut
6 Deutsches Krebsforschungszentrum (dkfz)
8 Deutsche Krebshilfe e.V.
10 Urologische Klinik und Poliklinik, Klinikum der Universität München - Großhadern
11 Ärzte Zeitung, 24.01.2005
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