Brustkrebs - AblaufBeide Operationen - ob brusterhaltend oder nicht - werden in der Regel in Vollnarkose durchgeführt. Es wird stets versucht, die Operation in einem einzigen Durchgang durchzuführen. Dies ist dann der Fall, wenn die Diagnose Brustkrebs eindeutig feststeht. Manchmal kann es aber auch erforderlich sein, zunächst den Bereich, in dem veränderte Zellen entdeckt wurden, operativ zu entfernen und die Zellen dann zu untersuchen. Wenn dabei Brustkrebs festgestellt wird, folgt anschließend eine weitere Operation. Diese zwei Eingriffe können nach Absprache mit der Patientin auch in einer Sitzung durchgeführt werden, die Narkose wird dann während der schnellen Gewebeuntersuchung fortgeführt. 9
Bei einer brusterhaltenden Operation wird der maligne Knoten zusammen mit einem großzügigen Randsaum (bis ca.1 cm umliegendes Gewebe) entfernt. Der Randsaum wird nach der Operation untersucht. Dabei muss der mikroskopisch sichtbare gesunde Randsaum ohne Tumorzellen mindestens 1 mm betragen (Sicherheitsabstand). Wenn der Randsaum zu gering ist, ist es wahrscheinlich, dass sich noch Krebszellen im Brustgewebe befinden, und die Patientin muss gegebenenfalls nochmals operiert werden.
Bei einer Mastektomie wird die Brust vollständig, das heißt das komplette Drüsengewebe mitsamt der Haut und oft der Hüllschicht des Brustmuskels (Faszie), entfernt. Der Brustmuskel selbst bleibt erhalten, damit die Brust nicht einfällt und der Brustansatz seine Kontur behält. Der Schnitt verläuft quer über der Brustwand. Damit Blut und Wundsekret ablaufen können, werden nach der Operation 1-2 Drainagen im Brustbereich angelegt und abschließend ein Wundverband angelegt. 4,12,13
Bei beiden Operationsmethoden werden immer auch vorsorglich einige Lymphknoten entnommen. Anhand deren Untersuchung wird die Ausbreitung des Tumors überprüft. Während es früher üblich war, direkt etwa 10-15 Lymphknoten vorsorglich zu entfernen, gibt es heute bei kleinen Tumoren die Möglichkeit, nur die ersten 1-3 Lymphknoten auf der Lymphbahn zwischen Brust und Achsel zu entnehmen. Diese sogenannten Wächter- oder Sentinel-Lymphknoten werden mittels der Einspritzung einer leicht radioaktiv markierten Substanz sichtbar und können so leicht lokalisiert werden. Die Entfernung der Lymphknoten wird bei einer brusterhaltenden Operation meist über einen separaten Schnitt durchgeführt, bei einer Mastektomie ist oft kein separater Schnitt erforderlich. Wenn die entnommenen Lymphknoten frei von Tumorzellen sind, kann man davon ausgehen, dass auch die restlichen Lymphknoten in diesem Bereich tumorfrei sind, so dass keine weiteren Lymphknoten entfernt werden müssen. 4,11,12
Über den genauen Operationsablauf wird Ihr Arzt Sie auch im Detail informieren.
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