Tumoroperation bei Dickdarm-, Mastdarmkrebs | Kolon-, Rektumkarzinom | Kolorektales Karzinom

Überblick

Darmkrebs - Einleitung

 

Der Dickdarm (Colon) schließt sich mit einer Länge von etwa 1,5 m dem Dünndarm direkt an und stellt einen wichtigen Teil unseres Verdauungssystems dar. Im Anschluss an den Dickdarm befindet sich der 10-15 cm lange letzte Abschnitt des Verdauungstraktes, der Mastdarm (Rectum), der am äußeren Schließmuskel (Anus) endet. Alle Dickdarmabschnitte bestehen innen aus Schleimhaut, darunter liegen Gewebeschichten und Muskelfasern. In der Nähe des Dickdarmrohres befinden sich neben vielen Blutgefäßen und einigen Nerven auch Lymphgefäße und Lymphknoten, die als Organe des Immunsystems wie eine Art Filter dafür sorgen, dass im Darm vorhandene Bakterien und Keime nicht in den Körper gelangen. Im Verdauungssystem werden der Nahrung bestimmte Stoffe wie Mineralien, Vitamine, Fette, Eiweiße, Kohlenhydrate und Wasser entzogen und der unbrauchbare Rest als Stuhl aus dem Körper entfernt.

Der Begriff „Darmkrebs“ kennzeichnet im Allgemeinen Krebserkrankungen des Dickdarms (Kolonkarzinom) und des Mastdarms (Rektumkarzinom). Beides zusammen wird häufig auch als kolorektales Karzinom bezeichnet. Unter dem Begriff Karzinom werden von der Schleimhaut ausgehende Krebserkrankungen verstanden. Darmkrebs ist eine sehr häufige Krankheit, die überwiegend ab dem 50. Lebensjahr auftritt. Alleine in Deutschland erkranken laut Angaben des Robert-Koch-Instituts jedes Jahr etwa 37.000 Männer und 36.000 Frauen an Darmkrebs, womit es die zweithäufigste Erkrankung bei beiden Geschlechtern darstellt. Die Sterblichkeitsrate bei Darmkrebs nimmt dank des medizinischen Fortschritts seit den 70er Jahren kontinuierlich ab.

Darmkrebs kann grob in fünf Stadien unterteilt werden, die jeweils die Ausbreitung der Krebszellen beschreiben. Der Krebs kann dabei von der Schleimhaut ausgehend in tiefere Gewebeschichten des Darms eindringen, kann sich dann über die Lymphbahnen auf die Lymphknoten ausbreiten und schließlich auch andere Organe und Körperregionen erreichen. Diagnostiziert wird Darmkrebs anhand von verschiedenen Untersuchungen wie zum Beispiel der Darmspiegelung. Da das Krebsstadium entscheidend zum Heilungsverlauf beiträgt, sollte schnell mit einer Therapie begonnen werden. Eine Operation stellt dabei die am häufigsten angewandte Methode dar. In Vollnarkose wird der erkrankte Tumorabschnitt mitsamt dem umliegenden gesunden Darmgewebe, Blutgefäßen, Lymphbahnen und eventuell Lymphknoten entfernt. Die zwei dadurch entstehenden Darmenden werden miteinander vernäht, so dass eine ungehinderte Darmpassage wieder möglich ist. Die Entfernung größerer Tumoren erfordert manchmal das Legen eines künstlichen Darmausganges. Dies kann ein vorübergehender oder, bei Karzinomen im Rectum, die die Entfernung des Schließmuskels erfordern, auch ein dauerhafter Zustand sein.

Eine Operation wird häufig mit einer Chemo- und/oder Strahlentherapie kombiniert um sicher zu stellen, dass alles Krebszellen abgetötet bzw. entfernt werden. 1-8

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