Darmkrebs - NachbehandlungDa der Umfang der Operation von vielen individuellen Faktoren wie der Größe des Tumors und dem gesundheitlichen Allgemeinzustand abhängt, lässt sich nur schwer ein Pauschalurteil über die Dauer des Krankenhausaufenthaltes und die Nachsorge treffen. In jedem Fall wird sich an eine Tumoroperation ein mehrtätiger stationärer Aufenthalt anschließen. Oft ist des Weiteren für einen gewissen Zeitraum eine künstliche Ernährung notwendig um den Darm zu entlasten.
Da es trotz zunächst erfolgreicher Operation zu Rezidiven kommen kann, wird die Therapie zumeist auch nach der Operation fortgeführt. So erfolgt nach dem Eingriff häufig eine sogenannte adjuvante oder unterstützende Tumortherapie in Form von Chemotherapie, mit dem Ziel, alle nach der Operation eventuell noch im Körper verbliebenen Krebszellen abzutöten. Die Chemotherapie wird in der Regel noch ein halbes bis ein Jahr nach dem Eingriff fortgesetzt. Bei Rektumkarzinomen wird häufig vor oder nach der Operation eine kombinierte Strahlen- und Chemotherapie eingesetzt. Daneben gibt es zielgerichtete Therapien, in deren Rahmen die eingesetzten Medikamente sich nicht gegen gesundes Gewebe sondern unmittelbar gegen die Krebszellen richten. So werden die oft erheblichen Nebenwirkungen vermieden. Nur bei Patienten, bei denen der Krebs in einem sehr frühen Stadium erfolgreich behandelt worden ist, kann gegebenenfalls auf unterstützende Tumortherapie verzichtet werden. 5,6,7
Im Rahmen der Tumornachsorge sind regelmäßige Untersuchungen beim Arzt und Darmspiegelungen essentiell. So können etwaige Rückfälle frühzeitig erkannt und schnell behandelt werden. 80% aller Rückfälle treten innerhalb der ersten beiden Jahre nach der Erstbehandlung auf, weshalb die Kontrollen in dieser Zeit engmaschiger sein sollten. 8 Zur Verarbeitung der Belastungen und Minderung von Krankheits- und Therapiefolgen stehen Betroffenen auch ambulante oder stationäre Rehabilitationseinrichtungen zur Verfügung. 7
Über die bei Ihnen notwendigen individuellen Nachsorgemaßnahmen und -therapien wird Ihr Arzt Sie umfassend informieren.
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