Operation bei Gebärmutter(körper)krebs | Endometriumkarzinom | Korpuskarzinom

Überblick

Gebärmutterkrebs - Ablauf

 

Bei etwa drei Viertel aller Frauen mit Gebärmutterkrebs wird das Karzinom in einem frühen Stadium diagnostiziert. Dies hat zur Folge, dass mehr als 90 % der Betroffenen primär operativ behandelt werden können. Eine Operation stellt die wichtigste und entscheidende Behandlungsmethode bei einem Endometriumkarzinom dar. Das Ziel des Eingriffs besteht in der vollständigen Entfernung des von Krebs befallenen Gewebes und der dauerhaften Heilung. Die bei der Operation angewandte Technik sowie der Umfang des Eingriffes richten sich nach der Art und dem Ausmaß der Krebserkrankung. In einigen Fällen lässt sich auch erst während der Operation, das heißt nach Eröffnung der Bauchhöhle, genauer beurteilen, wie weit sich die Krebszellen tatsächlich ausgebreitet haben.

Eine abdominale Hysterektomie wird in der Regel in Vollnarkose durchgeführt. Der Chirurg setzt einen Quer- oder seltener Längsschnitt im Unterbauch und eröffnet so die Bauchhöhle. Anschließend erfolgt die Abtrennung der Gebärmutter von ihren Haltestrukturen, den Eileitern und den sie versorgenden Blutgefäßen. Die Gebärmutter wird entfernt und der verbleibende Scheidenstumpf durch Nähte verschlossen. Bevor auch die Wände der Bauchhöhle schichtweise vernäht werden, wird gegebenenfalls eine dünne Drainage zur Ableitung des Wundsekrets eingelegt. Durch den Bauchschnitt hat der Operateur eine gute Übersicht über das Operationsgebiet, so dass auch eine größere oder nicht gut bewegliche Gebärmutter im Regelfall problemlos entfernt werden kann. Auch wird während der Operation der Befall von Lymphknoten überprüft, die dann gegebenenfalls zusätzlich relativ leicht entfernt werden können. Wenn Nachbarorgane wie die Harnblase oder der Enddarm von Krebszellen besiedelt sind, kann deren Entfernung ebenfalls erforderlich sein.

Bei einer vaginalen Hysterektomie ist kein Bauchschnitt notwendig, die Entfernung der Gebärmutter erfolgt durch die Scheide. Auch hier wird die Gebärmutter am Gebärmutterhals von der Scheide und von den sie versorgenden Blutgefäßen abgetrennt und entfernt. Abschließend wird der Scheidenstumpf vernäht. Die Vorteile dieser Methode bestehen darin, dass keine sichtbaren Narben zurückbleiben, die Schmerzen nach dem Eingriff geringer sind und die Zeit der Wundheilung in der Regel verkürzt ist. Für die Durchführbarkeit dieses minimal-invasiven Eingriffs müssen jedoch gewisse Voraussetzungen erfüllt sein, was bei der Mehrzahl der Patientinnen nicht der Fall ist. Bei auftretenden Komplikationen wie zum Beispiel starken Blutungen während der Operation, kann es manchmal notwendig sein, auf eine abdominale Hysterektomie umzusteigen. 6,7

Über den genauen Operationsablauf wird Ihr Arzt Sie auch im Detail informieren.

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