Gebärmutterkrebs - RisikenDie operative Entfernung der Gebärmutter stellt einen - je nach Ausgangssituation - mehr oder weniger umfangreichen Eingriff dar, bei dem es zu Komplikationen kommen kann. Während der Operation kann es zur Verletzung von Nerven und darauf folgenden Funktionsstörungen kommen. So können zum Beispiel Entleerungsstörungen der Blase oder des Darms oder auch Harninkontinenz auftreten. Auch Blutgefäße können verletzt werden und unvorhersehbare Blutungen nach sich ziehen. Mögliche Folgen der Operation sind Verwachsungen im Operationsbereich, was sich beim Geschlechtsverkehr, beim Wasserlassen oder beim Stuhlgang unangenehm äußern kann. Von der Patientin als sehr störend empfundene Verwachsungen können gegebenenfalls in einer weiteren Operation behoben werden. Wurden sehr viele Lymphknoten entfernt, können Beinschwellungen durch Flüssigkeitsablagerungen im Gewebe (Lymphödeme) auftreten. Schließlich kann es, wie bei jedem chirurgischen Eingriff, zu Infektionen oder sonstigen Wundheilungsstörungen kommen. 6
Zu nennen ist außerdem der in jedem Fall eintretende Verlust der Gebärfähigkeit, was gerade für Frauen mit noch bestehendem Kinderwunsch besonders einschneidend ist. Die Entfernung bzw. Bestrahlung der Eierstöcke hat zur Folge, dass Sie in die Wechseljahre versetzt werden, falls Sie diese nicht schon hinter sich haben. Die dabei auftretenden Wechseljahresbeschwerden können in einigen Fällen durch die Einnahme von Hormonen gelindert werden. Dies ist jedoch bei einer Krebserkrankung des Gebärmutterkörpers nicht immer möglich. 10
Über die genannten und weitere Risiken und mögliche Komplikationen wird Ihr Arzt Sie vor der Operation auch gerne aufklären.
Quellen: 1,2,4,5,6,8-10 Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG) 3 Universitätsklinikum Jena, Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe 7 Universitäts-Frauenklinik Tübingen
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