Operation bei schwarzem Hautkrebs | Malignes Melanom

Überblick

Malignes Melanom - Ablauf

 

Um festzustellen, ob es sich bei einer verdächtigen Pigmentveränderung um ein malignes Melanom handelt, wird oft zunächst in einer (ersten) Operation das gesamte Pigmentmal herausgeschnitten. Zusätzlich wird außerdem noch ein Streifen der umgebenden Haut als Sicherheitsabstand entnommen, um sicherzugehen, dass dort keine abgewanderten Krebszellen übrig bleiben. Der Sicherheitsabstand beträgt hierbei in der Regel etwa 0,5 Zentimeter. Manchmal steht die Diagnose eines malignen Melanoms jedoch auch schon vor der Operation fest, so dass diese Operation der wenn möglich vollständigen Entfernung des Primärtumors dient. In solch einem Fall ist der Sicherheitsabstand größer.

Sollte erst bei der feingeweblichen Untersuchung des entnommenen Gewebes ein malignes Melanom diagnostiziert werden, so wird in der Regel in Abhängigkeit von der festgestellten Dicke des Melanoms, so schnell wie möglich eine weitere Operation durchgeführt. Diese Nachexzision umfasst, je nach Tumorgröße, einen Sicherheitsabstand von 1-3 Zentimetern. Wenn aus Sicht des Arztes das Vorhandensein von Krebsresten unwahrscheinlich ist, wird die Operationswunde verschlossen. Dies kann entweder durch eine Naht oder mittels eines Hautlappens geschehen. Dabei kann entweder die Haut aus der Umgebung verwendet werden (Verschiebeplastik) oder ein Hauttransplantat aus einer anderen Region, beispielsweise der Leiste. Wächterlymphknoten werden im Regelfall ab einer Tumordicke von über einem Millimeter mit entnommen. Sind diese von Krebszellen befallen, erfolgt normalerweise in einem weiteren Eingriff die komplette Entfernung der nahegelegenen Lymphknoten. Bei Tumoren an den Fingern oder den Zehen kann in den meisten Fällen eine organerhaltende Tumorentfernung, das heißt ohne Amputation, vorgenommen werden.

Die Operationen werden, je nach Ausmaß des Tumors, in Lokalanästhesie oder Vollnarkose durchgeführt. 4,5,8

Wenn zum Zeitpunkt der Diagnosestellung bereits umfassende Lymphknoten- und/oder Fernmetastasierungen vorliegen (5-10% der Fälle), wird normalerweise ebenfalls versucht, die Metastasen operativ zu entfernen oder zu bestrahlen. Wenn dies nicht vollständig gelingt, kann die Verkleinerung des Tumors durch eine sogenannte palliative (symptombezogen lindernde) Operation oft eine Lebensverlängerung oder zumindest Schmerzlinderung bringen. 5,9

Über Ihren jeweils individuell gestalteten Operationsablauf wird Ihr Arzt Sie auch im Detail informieren.

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