Non-Hodgkin-Lymphom

Überblick

Non-Hodgkin-Lymphom - Ablauf

 

Eine Strahlentherapie kommt vor allem bei frühen Krankheitsstadien niedrigmaligner Lymphome zum Einsatz. Eine Heilung ist durch Bestrahlung prinzipiell möglich. Bei hochmalignen Non-Hodgkin-Lymphomen werden Krebszellen häufig durch eine Kombination von Strahlen- und Chemotherapie bekämpft. Bei der Strahlentherapie erfolgt die Bestrahlung der befallenen Lymphknotenareale und aller angrenzenden Regionen inklusive der abführenden Lymphgefäße von außen. Das Ziel ist dabei, den Tumor im Bestrahlungsfeld vollständig zu eliminieren, ohne das umliegende gesunde Körpergewebe zu sehr zu schädigen. Dabei wird hochenergetische radioaktive Strahlung eingesetzt. Die Therapie kann ambulant durchgeführt werden und erfolgt meist in mehreren Bestrahlungszyklen von je 3-4 Wochen Dauer. 4,9

Die Chemotherapie hat das Ziel, Krebszellen im gesamten Körper mittels Medikamenten, die das Zellwachstum hemmen (Zytostatika), abzutöten. Zytostatika zeigen bei sich schnell vermehrenden Zellen besonders gute Wirkung, weshalb sie oftmals bei hochmalignen Lymphomen eingesetzt werden. Art, Dauer und Umfang der Behandlung hängen vor allem vom Ausmaß der Erkrankung ab. Bei hochmalignen Lymphomen muss meist eine sehr intensive Chemotherapie mit dem Ziel der Heilung der Erkrankung erfolgen. Die größtmögliche Wirkung gegen die Krebszellen wird in den meisten Fällen durch eine Kombination verschiedenartig wirkender Zytostatika erzielt. Die Behandlung wird in mehrere Zyklen von jeweils etwa 2-4 Wochen Dauer durchgeführt. Die Gesamtdauer hängt vom Krankheitsstadium ab und kann zwischen wenigen Wochen und über einem Jahr betragen. Die Zytostatika können in Tablettenform oder intravenös ambulant verabreicht werden. Niedrigmaligne Non-Hodgkin-Lymphome erfordern in der Regel eine auf Dauer angelegte Therapie. Die Zytostatika werden dann häufig in Tablettenform eingenommen; wenn die Symptome zurückgehen, kann phasenweise mit der Behandlung ausgesetzt werden. Eine vollständige Heilung ist durch diese Therapie bisher nicht möglich, jedoch kann der Krankheitsverlauf verzögert werden. 4,10

In einigen Fällen kann auch eine Knochenmarktransplantation durchgeführt werden. Hierbei werden zunächst durch Gabe hoher Dosen Chemotherapie die Krebszellen vollständig abgetötet. Um das Knochenmark durch eigenes Knochenmark ersetzen zu können, wird vor der Chemotherapie Knochenmark entnommen. In diesem werden alle Krebszellen durch Medikamente und andere Substanzen zerstört und das Knochenmark eingefroren. Nach der Chemotherapie kann das zuvor entnommene Knochenmark dann aufgetaut und dem Patienten durch eine Nadel erneut eingespritzt werden. Auch die Transplantation von fremdem Knochenmark ist möglich.

Bei biologischen Therapieformen soll der Körper dazu veranlasst werden, den Krebs selbst zu bekämpfen. Dabei wird Material genutzt, das der Körper selbst herstellt oder das in einem Labor produziert wurde. 4 Interferone, beispielsweise, werden oft auch ergänzend zu einer Chemotherapie eingesetzt. Wie genau der Umfang einer biologischen Therapie aussieht und wer dafür in Frage kommt, muss individuell entschieden werden und kann hier nur schwerlich in allgemeiner Form zusammengefasst werden. 11

Über den genauen Ablauf der einzelnen Methoden wird Ihr Arzt Sie auch im Detail informieren.

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