Non-Hodgkin-Lymphom - RisikenDie verschiedenen Behandlungsformen zur Bekämpfung von Krebszellen gehen trotz sorgfältiger Therapieplanung mit einer Reihe von Nebenwirkungen einher.
Zu den Nebenwirkungen bei der Strahlentherapie gehören, abhängig vom Bestrahlungsfeld, Übelkeit und Erbrechen, Abgeschlagenheit und Appetitlosigkeit, Mundtrockenheit und Veränderung oder Verlust der Geschmacksempfindung, Entzündungen von Haut oder Schleimhäuten sowie Haarausfall. Die meisten dieser Symptome sind in der Regel durch Medikamente behandelbar und klingen nach Beendigung der Therapie wieder ab. In seltenen Fällen können sich chronische Strahlenentzündungen entwickeln. Bei Bestrahlung des Beckens kann eine Schädigung der Eierstöcke bei Frauen und der Hoden bei Männern auftreten. 9
Bei einer Chemotherapie wird auch gesundes Gewebe wie zum Beispiel Schleimhäute, das Knochenmark oder die Haarwurzeln geschädigt. Mögliche Nebenwirkungen der Chemotherapie sind Übelkeit und Erbrechen, Verdauungsstörungen und Durchfall, Blutarmut, erhöhte Infektanfälligkeit und Haarausfall. Auch hier lassen sich die Beschwerden teilweise durch Medikamente oder andere Begleitmaßnahmen lindern oder gar verhindern. Durch die Chemotherapie kann es zur Beeinträchtigung der Funktion der Eierstöcke bei Frauen und der Hoden bei Männern kommen. Das Ausmaß der Schädigung und die Erholungsdauer hängen bei Chemo- und Strahlentherapie von der verabreichten Dosis, der allgemeinen körperlichen Verfassung und dem Alter des Patienten ab. 10
Auch Interferone können unerwünschte Begleiterkrankungen nach sich ziehen. Zu den häufigsten Beschwerden zählen Fieber, Nachtschweiß, Schüttelfrost und Gliederschmerzen. Weitere mögliche Folgen einer Behandlung mit Interferonen sind Knochenschmerzen, depressive Verstimmungen, Appetitlosigkeit. Die Nebenwirkungen klingen oft bereits nach einigen Tagen der Behandlung langsam ab und verschwinden nach Absetzen der Medikamente vollständig. 13
Über die genannten und weitere Nebenwirkungen wird Ihr Arzt Sie auch gerne aufklären.
Quellen:
1,2,3,5,6,8-13 Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG)
4 Universitätsklinikum Bonn
7 Universitätsklinikum Düsseldorf
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