Operation bei Prostatakrebs | Prostatakarzinom | Krebs der Vorsteherdrüse

Überblick

Prostatakrebs - Einleitung

 

Die Prostata oder auch Vorsteherdrüse ist eine etwa 4 cm große Drüse, die sich direkt unter der männlichen Harnblase befindet. Dort umschließt sie ringförmig die Harnröhre, die den Urin von der Blase nach außen zum Ende des Penis leitet. In unmittelbarer Nähe der Prostata liegen Blutgefäße und wichtige Nervenstränge sowie der Enddarm, die Harnblase und die Samenbläschen. Die Prostata gliedert sich in zwei Lappen, die von einer bindegewebigen Kapsel umschlossen sind und aus Muskelfasern und vor allem Drüsenzellen bestehen. Die Hauptfunktion der Vorsteherdrüse besteht in der Produktion von Samenflüssigkeit, die für die Beweglichkeit der Spermien und somit deren Befruchtungsfähigkeit notwendig ist. Während der Ejakulation (Samenerguss) ziehen sich die muskulären Anteile der Prostata zusammen und pressen die Samenflüssigkeit so in die Harnröhre. Im Bereich der Prostata treffen sich demnach Samen- und Harnwege. Wachstum und Funktion der Vorsteherdrüse werden vom Geschlechtshormon Testosteron gesteuert, das in den Hoden und den Nebennieren produziert wird. Ohne die stimulierende Wirkung von Testosteron bleibt die Vorsteherdrüse unterentwickelt und bildet kein Sekret. 1,2

Prostatakrebs ist in Deutschland die häufigste Krebserkrankung bei Männern: Pro Jahr erkranken hierzulande etwa 58.000 Männer. Eine Erkrankung tritt selten vor dem 50. Lebensjahr auf, das mittlere Erkrankungsalter liegt bei etwa 70 Jahren. Die Häufigkeit des Prostatakarzinoms nimmt seit circa 30 Jahren stetig zu. Gründe hierfür sind zum einen die wachsende Anzahl älterer Menschen, zum anderen aber auch der Einsatz neuer Früherkennungsmethoden, durch die mehr Prostatakarzinome, insbesondere im Frühstadium, entdeckt werden. 2,3

Eine Vergrößerung der Prostata tritt bei sehr vielen Männern im Laufe des Lebens irgendwann auf, jedoch muss diese nicht zwangsläufig bösartig sein. Bei bösartigen Prostatakarzinomen hängen die Wahl der geeigneten Therapie sowie auch die Heilungsaussichten sehr vom Stadium der Krebserkrankung ab. Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen zur frühzeitigen Erkennung eines möglichen Tumors sind daher für ein erfolgreiches Therapieergebnis äußerst wichtig. Mögliche Therapieformen bei Prostatakrebs ist neben Hormon-, Strahlen-, Chemo- und Immuntherapie vor allem eine Operation. Diese ist bei frühen Krebsstadien durchführbar und umfasst in den meisten Fällen die vollständige Entfernung der Prostata in Vollnarkose. Während dem anschließenden stationären Aufenthalt können Sie sich erholen und die Wunden beginnen zu heilen. Der eingesetzte Blasenkatheter kann nach einigen Tagen entfernt werden und eine normale Blasenentleerung ist dann wieder möglich. Die Aussichten auf eine dauerhafte Heilung sind nach der Operation sehr gut. Dennoch kann es, vor allem bei größeren Karzinomen, die anders behandelt werden, unter Umständen zu einem Rückfall kommen, der weitere Behandlungsmaßnahmen erfordert.

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