Operation bei Prostatakrebs | Prostatakarzinom | Krebs der Vorsteherdrüse

Überblick

Prostatakrebs - Risiken

 

Eine Prostatektomie ist in den Händen erfahrener Ärzte ein zwar belastender aber im Vergleich zum Nutzen kein gefährlicher Eingriff. Mögliche Komplikationen sind starke Blutungen, Infektionen und Wundheilungsstörungen. Durch den Einsatz eines Blasenkatheters besteht das Risiko von Harnwegsinfekten. Durch die eingeschränkte Beweglichkeit nach dem Eingriff ist das Auftreten von Thrombosen (Blutgerinnsel) oder Embolien (Verschluss von Blutgefäßen) denkbar. Aufgrund der vorübergehenden Durchtrennung der Harnröhre kann es zu deren Einengung kommen. Dies ist jedoch gut behandelbar. Wenn beim Patienten Lymphknoten entfernt wurden, können Lymphödeme (Flüssigkeitsansammlungen im Gewebe aufgrund von fehlenden Abflusswegen und dadurch regionales Anschwellen von Körperpartien) auftreten. 8

Obwohl die Operationstechniken in den letzten Jahren verbessert wurden, lassen sich manche Folgeerscheinungen der radikalen Prostatektomie nicht immer vermeiden. So kann es zum Beispiel durch die Verletzung von Nervensträngen zur Einschränkung oder zum Verlust der Erektionsfähigkeit (Impotenz) kommen. Es wird natürlich stets versucht, die verantwortlichen Nervenbündel ein- oder beidseitig zu schonen. Dies wird, abhängig vom Alter, bei der Mehrzahl der Patienten auch erreicht. Die Zeugungsfähigkeit geht mit der Prostataentfernung jedoch in der Regel verloren. Eine weitere mögliche Folgeerscheinung ist das ungewollte Wasserlassen (Harninkontinenz). Vorübergehend, das heißt für einige Wochen oder Monate, tritt die Inkontinenz recht häufig auf. Durch Beckenbodengymnastik kann einer langfristigen Inkontinenz entgegengewirkt werden. 8,10

Über die genannten und weitere Risiken wird Ihr Arzt Sie vor der Operation auch gerne aufklären.

Quellen:
13,4,5,6,9,10,11 Deutsche Krebsgesellschaft e.V. (DKG)
2,8,12,13 Deutsches Krebsforschungszentrum (dkfz)
7 Universitätsklinikum Bonn

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