Hüftgelenkersatz (Hüftendoprothese)

Überblick

Hüftgelenkersatz - Ablauf

 

Eine Hüftendoprothese wird normalerweise unter Vollnarkose eingesetzt. Je nach Ausgangssituation kann aber auch auf andere Anästhesieformen zurückgegriffen werden (z.B. Spinalanästhesie). 8

Bei der traditionellen Vorgehensweise setzt der Chirurg seitlich der Hüfte einen 25-30 cm langen Schnitt und verschafft sich durch die Muskeln Zugang zum Hüftknochen. Die Gelenkhöhle wird durch Luxation (Verrenkung) des Femurkopfes (Kopf des Oberschenkelknochens) dargestellt und der Femurkopf entfernt. Die Gelenkpfanne am Hüftknochen wird gereinigt, verbleibender Knorpel entfernt und schließlich das Implantat in Form der Gelenkpfanne eingesetzt und fixiert. Nun höhlt der Chirurg den Oberschenkelknochen aus und reinigt ihn. Der künstliche Schaft wird in den so entstandenen Hohlraum eingesetzt. Der neue Gelenkkopf wird nun, falls nicht schon im Schaft integriert, aufgesetzt und der Gelenkpfanne angepasst. So ist gewährleistet, dass das Gelenk später richtig ausgerichtet ist und funktioniert. Der dauerhafte Halt der Endoprothese entsteht grundsätzlich dadurch, dass der Körper neue Knochensubstanz bildet und diese die Prothese umschließt. Die genaue Einpassung des neuen Gelenks in das Knochenlager wird durch das Auftragen von Zement erleichtert, was jedoch nicht zwingend notwendig ist (siehe „Methoden“). Nach der etwaigen Zementierung werden die Wunden vernäht. 9 Der gesamte Eingriff dauert ca. 2-4 Stunden.

Die operativen Schritte bei der minimal invasiven Methode sind im Prinzip die gleichen wie beim traditionellen Verfahren, jedoch wird weniger Gewebe zerteilt. Um sich einen Zugang zu verschaffen setzt der Chirurg entweder einen 7,5-15 cm langen Schnitt an der Außenseite der Hüfte oder zwei kleinere Schnitte in der Leistenbeuge und über dem Gesäß. Meist dauert ein solcher minimal invasiver Eingriff länger als das traditionelle Verfahren. 10
 

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