Künstliches Kniegelenk - AblaufFür den Einsatz eines künstlichen Kniegelenks ist in den meisten Fällen eine Vollnarkose notwendig. Je nach Umfang der Operation kann auch auf eine Teilnarkose zurückgegriffen werden. Die Dauer des Eingriffs beträgt etwa 1,5 bis 2 Stunden.
Der prinzipielle Ablauf des Eingriffs ist bei allen Knieprothese-Typen gleich. Nachdem die Narkose eingeleitet wurde, werden Sie in Rückenlage gebracht und das betroffene Knie angewinkelt. Der Schnitt erfolgt von vorne, die Kniescheibe wird zusammen mit den dazugehörigen Bändern und Muskeln zur Seite gelegt, damit der Operateur volle Einsicht auf das Gelenk erlangt. In den meisten Fällen werden einige Blutgefäße abgeklemmt, damit die Operation in Blutleere durchgeführt werden kann. Nun beginnt die Präparation des Gelenks. Hierzu werden Knorpelreste und der Meniskus sowie unförmige Knochenteile entfernt und die Knochen anhand von Schablonenformen so präpariert bzw. abgeschliffen, dass die Prothese später problemlos passt. Die Verankerungsmöglichkeiten für die Prothesen werden in den Knochen geschnitten bzw. bei vollständigem Gelenkersatz in den Knochen gebohrt. Dabei wird versucht, so wenig Knochenmaterial wie möglich zu entfernen. Anschließend wird eine Probeprothese eingesetzt und das Gelenk in alle Richtungen bewegt um dessen Beweglichkeit und Passgenauigkeit zu prüfen. Bei gutem Sitz wird die Probeprothese wieder entfernt und schließlich die Originalprothese eingesetzt. Die Fixierung erfolgt zumeist mit einem speziellen Knochenzement. Bei einer zementfreien Verankerung dauert die Einheilung länger, da erst wieder Knochengewebe um das neue Gelenk wachsen muss. Etwaige Achsfehlstellungen können bei dem Eingriff ebenfalls direkt korrigiert werden. Um das Abfließen von Blut und Wundsekret zu ermöglichen werden Drainagen gelegt und die Wunden schichtweise zugenäht, bevor schließlich ein Verband angelegt wird. 2,7,8
Bitte sprechen Sie über den Behandlungsablauf auch im Detail mit Ihrem behandelnden Arzt.
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