Kyphoplastie - AblaufEine Kyphoplastie wird in der Regel unter Vollnarkose und in Bauchlage durchgeführt. Pro behandelten Wirbelkörper kann mit einer Behandlungszeit von etwa 20-30 Minuten gerechnet werden. 9
Die Kyphoplastie stellt ein minimal-invasives Verfahren dar, der Zugang zum Wirbelkörper erfolgt über kleine Hautschnitte. Durch diese wird zunächst eine Arbeitskanüle bis in den betroffenen Wirbelköper vorgeschoben, mittels derer ein kleiner Ballon eingeführt wird. Dank der Röntgendurchleuchtungskontrolle kann der behandelnde Arzt am Bildschirm die Prozedur mitverfolgen...
Eine Kyphoplastie wird in der Regel unter Vollnarkose und in Bauchlage durchgeführt. Pro behandelten Wirbelkörper kann mit einer Behandlungszeit von etwa 20-30 Minuten gerechnet werden. 9
Die Kyphoplastie stellt ein minimal-invasives Verfahren dar, der Zugang zum Wirbelkörper erfolgt über kleine Hautschnitte. Durch diese wird zunächst eine Arbeitskanüle bis in den betroffenen Wirbelköper vorgeschoben, mittels derer ein kleiner Ballon eingeführt wird. Dank der Röntgendurchleuchtungskontrolle kann der behandelnde Arzt am Bildschirm die Prozedur mitverfolgen und den Ballon so passgenau mit einer röntgendichten Flüssigkeit aufblasen. In der Folge kommt es zum Einen zu einem Aufrichten des Wirbelkörpers (vor allem bei frischen Brüchen), zum Anderen wird im Inneren des Knochens ein Hohlraum geschaffen, der auch nach Entfernung des Ballons weiter bestehen bleibt. Über eine feine Nadel wird nun der Knochenzement in diesen Hohlraum injiziert. Der Zement härtet nach kurzer Zeit aus und stabilisiert so den Wirbel von innen heraus. 10,11,12
Bei einer Kyphoplastie können grundsätzlich zwei Arten von Zement eingesetzt werden: Biozement oder Kunststoffzement. Biozement besteht aus einem Calciumphosphatsalz (Hydroxylapatit) mit hohem Härtegrad, der auch natürlicherweise im Knochen und in Zähnen vorkommt. Der Vorteil dieses relativ neuen Materials ist, dass es im Rahmen der normalen Knochenumbauprozesse durch natürliches Knochengewebe ersetzt werden kann. Kunststoffzement, bestehend aus Plexiglas, findet bei Vertebroplastien Anwendung. Auch damit wurden sehr gute Erfahrungen gemacht, auch wenn durch die Hitzeentwicklung bei Aushärtung theoretisch eine Schädigung benachbarter Knochenzellen möglich ist. 13
Nach Aushärtung des Zements erfolgen die Entfernung der Nadel und das Anlegen eines sterilen Verbandes. 7
Ihr Arzt wird Sie über den genauen Behandlungsablauf auch gerne im Detail aufklären.
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