Vertebroplastie

Überblick

Vertebroplastie - Risiken

 

Dank der minimal-invasiven Technik stellt die Percutane Vertebroplastie ein sehr sicheres Verfahren zur Stabilisierung von Wirbelfrakturen dar. Als schwerste Komplikation, die jedoch aufgrund der ständigen Überwachung mit bildgebenden Verfahren sehr selten auftritt, gilt während und nach dem Eingriff die sogenannte Leckage. Dies bedeutet die ungewollte Verschleppung des injizierten Zementes in andere Gebiete. Ein Zementübertritt in den Zwischenwirbelraum und ein seitlicher Austritt sind bei geringen Mengen unproblematisch. Der Zement kann jedoch auch zum Beispiel an umgebende Venen oder in den Spinalkanal gelangen und diesen so einengen. In der Folge kann es zu geringfügigen bis sehr schweren neurologischen Störungen kommen.

In sehr seltenen Fällen kann der Zement auch in die Lunge gelangen und so eine Lungenembolie (Verlegung der Atemwege) verursachen, die jedoch zumeist klinisch unauffällig bleibt.

Wird bei der Vertebroplastie ein Wirbelkörper der Brustwirbelsäule behandelt, so kann es aufgrund der Nähe zur Lunge zu einem Pneumothorax (Lungenkollaps) kommen. Dieser ist in der Regel dann jedoch nicht lebensbedrohlich und kann gegebenenfalls noch während der Sitzung behandelt werden. Allergische Reaktionen auf den Zement sind aufgrund der geringen verwendeten Menge eher selten. Bei Metastasen unter Beteiligung der Wirbelhinterkante besteht ein etwas erhöhtes Behandlungsrisiko. 1,2,7,8

Über diese und gegebenenfalls weitere mögliche Risiken wird Ihr behandelnder Arzt Sie gerne im Detail aufklären.

Quellen:
1 Universitätsklinikum Düsseldorf
2 Institut für klinische Radiologie der Ludwig Maximilians Universität München
3 Klinik für Diagnostische Radiologie Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
4,10 Universitätsklinikum Frankfurt
5 Universitätsklinikum Aachen
6 Universitätsklinikum Freiburg
7 Institut für Diagnostische Radiologie und Neuroradiologie - Universitätsklinikum Greifswald
8 Klinik für Radiologie und Nuklearmedizin Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
9,11 Universitätsklinikum Heidelberg

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