Vertebroplastie - EinleitungOsteoporose, im deutschen Sprachgebrauch auch als Knochenschwund bezeichnet, ist die im Alter am häufigsten auftretende Erkrankung des Knochens, die durch eine geringe Knochenmasse und den übermäßig raschen Abbau von Knochensubstanz und -struktur gekennzeichnet ist. In der Folge der Krankheit sind einzelne Knochen oder auch das ganze Skelett anfälliger für Knochenbrüche (Frakturen). Die aus der Krankheit resultierenden Knochenbrüche treten insbesondere im Bereich der Wirbelsäule auf. Durch die fehlende Stabilität im Knochen und die auftretenden Schmerzen bei Knochenbrüchen ist die Lebensqualität von Osteoporosepatienten meist stark eingeschränkt.
Unter gewissen Voraussetzungen kann zur Linderung der Beschwerden bei gebrochenen Wirbelkörpern aufgrund von Osteoporose oder auch Tumorleiden eine Percutane Vertebroplastie (PV) durchgeführt werden. Dank dieses minimal-invasiven radiologischen Verfahrens können Wirbelkörperfrakturen stabilisiert und die Schmerzen in der Wirbelsäule deutlich reduziert werden. Die Vorteile der Vertebroplastie sind, dass es ein sehr sicheres und dank der minmal-invasiven Technik auch sehr schonendes Verfahren darstellt. Wenn die Vertebroplastie rasch nach Entstehung der Fraktur durchgeführt wird und in Abwesenheit von Komplikationen kann mit Erfolgsquoten von 80-90% gerechnet werden, eine deutliche Schmerzlinderung oder gar komplette Schmerzfreiheit zu erzielen. Komplikationen wie beispielsweise der Austritt von Zement in benachbarte Regionen, treten sehr selten auf.
Im Vorfeld der Behandlung wird anhand von computertomographischen Untersuchungen geprüft, ob bei Ihnen eine Vertebroplastie sinnvoll ist.
Die Stabilisierung der gebrochenen Wirbelköper wird durch Injektion von Knochenzement in den Knochen erreicht. Dies geschieht mittels einer feinen Hohlnadel, die unter ständiger Durchleuchtungskontrolle in den Wirbelkörper vorgeschoben wird. Nach Injektion des Zements verhärtet dieser schnellt unter Wärmeentwicklung und kräftigt so den Knochen von Innen heraus. Während einer Sitzung können so bis zu drei Wirbelkörper behandelt werden.
Der Eingriff erfordert lediglich eine lokale Betäubung in der Region der Eintrittsstelle der Hohlnadel sowie gegebenenfalls ein leichtes Schmerz- und Beruhigungsmittel. Im Anschluss an die Behandlung ist für einen gewissen Zeitraum Bettruhe einzuhalten. Auch empfiehlt sich ein eintägiger stationärer Aufenthalt in der Klinik. Viele Patienten berichten von einer unmittelbar nach der Behandlung einsetzenden Schmerzreduktion. Nach und nach kann dann eine Schmerzlinderung um 90% oder mehr erreicht werden.1-10
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