Eigenhaartransplantation

Überblick

Eigenhaartransplantation - Einleitung

 

Haarausfall ist ein weit verbreitetes Problem, dem sich auch Menschen in jungen Jahren stellen müssen.
Ist der Haarausfall abnorm gesteigert und wächst kein Haar mehr nach kommt es zu einer sichtbaren Lichtung des Haares. Die Ursachen für diese im Fachjargon als Alopezie bezeichnete Lichtung des Haupthaares liegen meist in den Genen. Daneben können auch Krankheiten oder Unfälle den abnormen und irreversiblen Haarausfall auslösen.
Das Auftreten von kahlen Stellen oberhalb der Stirn („Geheimratsecken“) oder am Hinterkopf wirkt sich in den allermeisten Fällen negativ auf das äußere Erscheinungsbild und somit das Selbstbewusstsein aus. Oftmals wirken die Betroffenen viel älter als sie es in Wirklichkeit sind.

Wenn abgeklärt wurde, wo die Ursachen für die Alopezie bei Ihnen liegen, kann die Therapie individuell bestimmt werden. Dies kann entweder eine hormonelle oder medikamentöse Behandlung sein oder eine Eigenhaartransplantation. Das Ziel einer Eigenhaartransplantation ist es, das noch vorhandene Haupthaar gleichmäßig auf dem Kopf zu verteilen. Dadurch wirkt das Haar wieder voller, kahle Stellen können kaschiert werden.
Der Eingriff wird ambulant in örtlicher Betäubung durchgeführt. Etwa 14 Tage vorher sollten Sie auf den Genuss von Alkohol und Nikotin sowie die Einnahme von blutgerinnungshemmenden Medikamenten verzichten.
Die Operation beginnt mit der Entnahme eines Haarstreifens aus einer Region, die noch ausreichend Haare aufweist (Spenderregion). Aus diesem Streifen werden nun kleine sogenannte follikuläre Einheiten (d.h. Haarpakete, die der natürlichen Bündelung des Haares entsprechen, bis 15 Haare), Mini-Grafts (Haarpakete mit 2-4 Haaren) oder Micro-Grafts (Haarpakete mit 1-2 Haaren) gewonnen. Die kahlen Stellen, die mit Haaren aufgefüllt werden sollen (Empfängerregion), werden so präpariert, dass kleine Löcher in der Kopfhaut entstehen. Hier werden nun die Transplantate eingesetzt. Die Wunde der Spenderregion wird unter anschließender Bildung einer einzigen Narbe vernäht. Den angelegten Druckverband sollten Sie etwa 1-2 Tage tragen. Für ein optimales Ergebnis muss die Prozedur mehrmals wiederholt werden, da während einer Sitzung jeweils nur eine begrenzte Anzahl an Transplantaten verpflanzt werden kann. Neben der geschilderten Methode gibt es beispielsweise auch noch die Möglichkeit, direkt follikuläre Einheiten zu entnehmen und zu verpflanzen. Diese Methode ermöglicht selbst die Transplantation von Körperhaaren.
Nach der Transplantation kommt es zu leichter Krustenbildung. Schmerzen halten sich in der Regel in Grenzen und können durch die Gabe von Schmerzmitteln gelindert werden. Je nach Komplexität des Eingriffs, kann mit sportlicher Aktivität etwa 2-3 Wochen nach der Transplantation wieder begonnen werden.

Insgesamt wird Ihnen die Eigenhaartransplantation zu einem gleichmäßigeren Haarwuchs verhelfen. Dies geht in der Regel mit einer Aufwertung und Verjüngung Ihres Erscheinungsbildes einher. Ein richtiges Anwachsen der Haare kann aber nur dann erfolgen, wenn die Transplantation fachgerecht durchgeführt wird und wenige Risikofaktoren vorliegen. Der Eingriff kann beispielsweise bei altersbedingter Lichtung der Haare auch noch nach Jahren wiederholt werden.1,2,3,4,5,6,7,8 

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