Kinnkorrektur - Einleitung Einige Menschen gefallen sich in der Profilansicht weniger. Dies mag in einigen Fällen daran liegen, dass das Kinn, eines der markantesten Teile des
Profils, entweder zu stark ausgeprägt
ist und weit nach vorne steht oder aber zu wenig ausgeprägt ist, flach und eingefallen wirkt. Beides steht einem ästhetischen und harmonischen Profil
im Weg. Mit einer Kinnkorrektur, im medizinischen Fachjargon als Genioplastik bezeichnet, kann das Kinn im Fall eines erfolgreichen Eingriffs nach vorne, hinten, oben oder unten
verlagert werden. Eine optische Verbesserung des Gesamteindrucks, insbesondere in der
Profilansicht, kann so erreicht werden. 1 In einigen Fällen wird eine so genannte Genioplastik (Kinnkorrektur) jedoch auch aus medizinischen oder kieferorthopädischen Gründen durchgeführt.
Dieser Eingriff kann in der Regel erst nach Abschluss des Kieferwachstums vorgenommen werden. Eine Verlagerung der Kinnpartie in die gewünschte Richtung wird dann nach einer umfassenden Gesichtsanalyse und Beratung in den meisten Fällen unter Vollnarkose operativ durchgeführt. Je nach Art der Korrektur wird der operierende Arzt entweder einen Teil des Knochens abtragen oder, bei einem fliehenden Kinn, eine optische Verlängerung nach vorn durch das Einsetzen eines Implantates erreichen. Dieses Implantat besteht häufig aus Silikon, es kommen aber auch körpereigene Knochen- oder Knorpelteile in Frage, die zuvor aus dem Beckenknochen entnommen werden müssen. Das Implantat wird mittels kleiner Schrauben oder Platten aus Titan fixiert, die nach einer Einheilzeit von etwa 6 bis 12 Monaten entfernt werden können. Eine so genannte Profilkorrektur umfasst meist Nase und Kinn.
Nach der Operation müssen Sie mit Schwellungen und blauen Flecken rechnen, die jedoch nach einigen Tagen abklingen sollten. Schmerzen beim Essen oder Sprechen sind ebenfalls möglich. Durch kühlende Kompressen und gute Nachsorge kann der Heilungsprozess unterstützt werden. Natürlich müssen Sie in den ersten Tagen beim Zähneputzen und der Gesichtspflege sehr vorsichtig mit der Wunde umgehen. Bei guter Wundheilung und allgemein positivem Verlauf ist ein normales Alltagsleben ohne Beeinträchtigungen in der Regel nach 7 bis 10 Tagen wieder möglich.
Schwere Komplikationen infolge von Behandlungsfehlern treten nur selten auf. Mögliche Risiken sind Entzündungen, Taubheitsgefühle oder Blutungen, manchmal entspricht das Ergebnis aber auch nicht Ihrer ästhetischen Vorstellung und muss evtl. in einem zweiten Eingriff nachkorrigiert werden. Bei einem fachgerecht durchgeführten Eingriff sind die meisten Patienten jedoch mit dem Ergebnis – ein harmonisches Profil mit insgesamt schöneren Gesichtsproportionen – sehr zufrieden.
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