Kinnkorrektur - AblaufEine Korrektur des Kinns wird normalerweise ambulant unter lokaler Betäubung durchgeführt. In schweren Fällen kann ein eintägiger stationärer Aufenthalt sinnvoll sein. Gegebenenfalls wird zusätzlich ein Beruhigungs- und Schmerzmittel verabreicht. Der behandelnde Arzt verschafft sich entweder durch die Schleimhaut im Inneren des Mundes, und somit ohne Verbleib von äußerlich sichtbaren Narben, oder über die Unterseite des Kinns, mit kaum sichtbaren verbleibenden Narben, Zugang zum Kieferknochen. Unterhalb der Zahnwurzeln wird dann eine kleine Scheibe des Knochens abgetrennt, entsprechend der Vorplanung vor- oder zurückversetzt und mittels kleiner Titanschrauben und -platten fixiert.
Bei einer Verkürzung des Kinns kann zusätzlich ein kleiner Knochenkeil entfernt werden. Handelt es sich um eine Kinnverlängerung, verlagert der Chirurg die entfernte Knochenscheibe nach unten und füllt die so entstandene Lücke mit Schwammknochen auf. Die Schwammknochenanteile werden dafür über einen kleinen Schnitt aus dem Beckenknochen entnommen. 6, 7
Eine weitere Möglichkeit für eine verlängernde Korrektur des Kinns besteht im Einsetzen eines Implantates aus Silikon oder einer anderen synthetischen Substanz. Die Konsistenz des Implantats entspricht der eines natürlichen Kinns. Das Implantat wird über einen der oben genannten möglichen Schnitte in die Gewebetasche vor dem Unterkieferknochen eingesetzt.
Bei allen genannten Operationsmethoden wird der Schnitt abschließend mit feinen Nähten verschlossen und die Behandlungsstelle eventuell gekühlt. Die Dauer des Eingriffs variiert, je nach Umfang, zwischen einer halben und zwei Stunden. 8
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