Krampfaderbehandlung - AblaufBei der klassischen Verödungstherapie oder der Schaumsklerosierung werden Medikament oder Schaum direkt in die betroffenen Venen gespritzt. Dies hat eine künstliche und dosierte Venenentzündung und den Verschluss der Vene zur Folge. Die Behandlung erfolgt in der Regel ohne Betäubung, weshalb sie nicht völlig schmerzfrei abläuft. 4
Auch die äußerliche Bestrahlung mit Laserlicht wird üblicherweise ohne Betäubung durchgeführt, und auch hierbei müssen Sie mit leichten Schmerzen rechnen. Kleinste oberflächlich gelegene Venen werden durch den Laserstrahl von außen gezielt erhitzt und zerstört. 4
Die endovenöse Laserbehandlung erfolgt in der Regel ambulant in örtlicher Betäubung. Hierbei wird über eine Punktion (wie bei der Blutabnahme) oder einen sehr kleinen Schnitt am Innenknöchel oder unterhalb des Knies eine Glasfaser in die Vene eingeführt und der Laserstrahl so ins Innere der Krampfader geleitet. Durch die abgegebene Laserenergie schrumpft und verschließt sich die Krampfader schließlich von innen heraus. Die Behandlung bietet den Vorteil, dass kosmetisch bessere Ergebnisse als mit operativen Verfahren erzielt werden können. Auch sind die auftretenden Schmerzen in der Regel geringer und Sie weitaus schneller wieder arbeitsfähig. Auch Blutergüsse treten seltener auf. Der Nachteil ist, dass echte Langzeitergebnisse noch fehlen, da das Verfahren erst seit 2001 auf dem Markt ist. 3
Die Radiowellentherapie erfolgt nach dem gleichen Schema wie die Laserbehandlung. Die Venen werden durch die entstehende Hitze an der eingeführten Spitze der Radiofrequenzsonde verödet. 5
Nach der Behandlung wird ein Druckverband angelegt. Die genannten Behandlungsmethoden dauern jeweils nur wenige Minuten. 6
Das operative Herausziehen der krankhaft erweiterten Venen wird in der Regel unter Vollnarkose und, je nach Befund und Patient, ambulant oder verbunden mit einem kurzen stationären Aufenthalt durchgeführt. Beim klassischen Stripping setzt der Chirurg in der Leiste und unterhalb des Knies oder am inneren Knöchel einen Schnitt. Durch den unteren Schnitt erfolgt das Einführen einer beweglichen Sonde, die bis nach oben geschoben wird. Nach dem Durchtrennen der Vene am obersten Punkt wird sie zusammen mit der Sonde nach unten hin herausgezogen. 3
Kleine Seitenäste der betroffenen Vene werden meist entweder durch Injektion oder Laserbestrahlung vorab verödet oder bei der Operation mit entfernt. 7
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