Lidkorrektur - Einleitung Schöne Augen und ein offener, strahlender Blick zählen zu den absoluten Schönheitsidealen in unserer Kultur. Ein solches Erscheinungsbild wirkt nicht nur attraktiv, unser gesamter Charakter wird danach bewertet, wie wir andere Menschen anschauen. Durch den natürlichen Alterungsprozess kommt es jedoch gerade im Bereich der Augen häufig zu einer Erschlaffung der feinen Haut und des darunter liegenden Muskelgewebes. Die Ausbildung von Falten und zusätzlich oft eine Ansammlung von Fettgewebe führen dazu, dass sich so genannte Schlupflider am Oberlid bzw. am Unterlid die bekannten „Tränensäcke“ bilden. Dies beeinträchtigt natürlich unser Aussehen. Durch eine professionell durchgeführte Augenlidstraffung kann der so entstandene Eindruck einer vorzeitigen Alterung korrigiert und eine optische Verjüngung der Augenpartie erreicht werden.
Man unterscheidet bei der Augenlidkorrektur (Blepharoplastik) grundsätzlich zwischen der Korrektur am Ober- bzw. am Unterlid. In beiden Fällen wird überschüssige Haut und – falls notwendig – auch angesammeltes Fettgewebe entfernt. Dies kann durch eine Laserbehandlung oder auch durch kleine Schnitte mit dem Skalpell erfolgen. Bei der Korrektur des Oberlides werden diese Schnitte genau in der Lidfurche gesetzt, so dass sie später quasi unsichtbar sind. Am Unterlid kann die Lidstraffung in leichten Fällen oft allein durch eine Laserbehandlung erfolgen. Wenn größere Partien korrigiert werden sollen, muss der Chirurg die entsprechende Menge überschüssiger Haut entfernen.
Der Zugang hierfür erfolgt normalerweise über einen kleinen Schnitt unterhalb der Lidkante. Eine Lidstraffung über eine spezielle Naht an äußeren Augenwinkel ist zusätzlich meist sinnvoll. In manchen Fällen reicht für eine Unterlidkorrektur aber auch nur eine Fettabsaugung aus, die über die Unterseite des Augenlides vorgenommen werden kann und daher keine sichtbaren Spuren hinterlässt. Je nach der individuellen Ausgangssituation können die verschiedenen Methoden miteinander kombiniert werden. Normalerweise wird eine Augenlidkorrektur ambulant unter örtlicher Betäubung vorgenommen und dauert ca. 60–90 Minuten. Evtl. kann auch ein Beruhigungsmittel verabreicht werden oder eine Vollnarkose notwendig sein.
Die notwendigen Schnitte bei einer Lidkorrektur werden so fein entlang der natürlichen Lidfalten geführt, dass die Narben später – gute Nachsorge und Wundheilung vorausgesetzt – kaum sichtbar sind. Bei jeder Form der Augenlidkorrektur müssen Sie mit postoperativen Schwellungen und Blutergüssen rechnen, die jedoch durch Auflegen von Kühlkompressen direkt im Anschluss an die Behandlung in Grenzen gehalten werden können. Eine Unterlidkorrektur ist in der Regel belastender als eine Oberlidkorrektur, so dass die Beeinträchtigungen hier etwas länger anhalten können. Nach etwa 1–2 Wochen sollten sie normalerweise aber abgeklungen sein. Über spezielle Risiken, die auch bei einer professionell durchgeführten Lidkorrektur bestehen, wird Ihr Arzt Sie – bezogen auf Ihre individuelle Situation – aufklären.
Wichtig ist, dass Sie nach Ihrer Augenlidkorrektur einige Stunden lang ruhen und die Augen nicht gereizt werden. Im Ergebnis können Sie – professionelle Durchführung, gute Wundheilung und Pflege in der Nachsorgezeit – mit einem tatsächlich verjüngten Aussehen durch einen verschönten, offenen Blick rechnen. Dunkle Ringe im Bereich der feinen Unterlidhaut können allerdings durch eine Lidkorrektur nicht aufgehellt werden. 1
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