Narbenkorrektur - Einleitung Unfälle, Operationen, Verbrennungen oder starke Akneschübe – viele Verletzungen hinterlassen deutliche Spuren auf der Haut, die uns auch dann, wenn längst „Gras über die Sache gewachsen“ ist, noch sichtbar an diese Beeinträchtigungen erinnern. Auffällige Narben können sich äußerst negativ auf das Selbstwertgefühl und Körperbild der Betroffenen auswirken. Medizinische Gründe sprechen dann für eine Narbenkorrektur, wenn sich vernarbte Haut über Gelenken befindet und durch ihre geringere Elastizität die Beweglichkeit einschränkt. Die moderne ästhetische Dermatologie hält jedoch zahlreiche Methoden zur Narbenkorrektur bereit, so dass die meisten störenden Narben korrigiert und ein wesentlich harmonischeres Hautbild erreicht werden kann. Voraussetzung für jede erfolgreiche Narbenkorrektur ist jedoch zunächst eine abgeschlossene Wundheilung. Man kann diesen Prozess durch spezielle Cremes oder Verbände unterstützen, dennoch sollte die Haut nach der Verletzung mindestens sechs Monate Zeit zur Regeneration haben.
Danach stehen verschiedene Verfahren zur Narbenkorrektur zur Verfügung. Mit einer Laserbehandlung können erhabene Narben im Gesichtsbereich deutlich abgeflacht werden. Auch die stärkere Rötung der vernarbten Haut kann mithilfe einer Laserkorrektur abgemildert werden, so dass die Narben blasser und weniger sichtbar erscheinen. Akne- oder leichte Unfallnarben werden häufig mit speziellen Peelings behandelt. Diese enthalten besondere Inhaltsstoffe, die zur kontrollierten Ablösung der obersten ein oder zwei Hautschichten und ihrer Neubildung führen – ein deutlich verjüngtes Hautbild ist die Folge. Für schwerwiegende Narben besteht die Möglichkeit der Korrektur durch einen chirurgischen Eingriff. Unter Umständen kann auch – bei großflächigen Narben z.B. nach Verbrennungen – eine Hauttransplantation in Betracht kommen. Viele dieser Methoden werden auch untereinander kombiniert – welche Methode für Ihre individuelle Situation am ehesten Erfolg versprechend ist, wird Ihr behandelnder Arzt in detaillierten Vorgesprächen mit Ihnen klären.
Der notwendige zeitliche Aufwand sowie die Art der Vorbereitung und Nachsorge sind natürlich abhängig von der gewählten Behandlungsform. Das Spektrum reicht von der ambulant durchgeführten Laserkorrektur mithilfe von aufklebbaren Anästhesiemitteln bis hin zum mehrtätigen stationären Aufenthalt bei einer chirurgischen Narbenkorrektur unter Vollnarkose. Bei einer Laserbehandlung sind zumeist mehrere Sitzungen notwendig, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist. Sie ist durch die örtliche Betäubung weitestgehend schmerzfrei. Nach einem medizinischen Peeling müssen Sie etwa zwei Tage lang mit leichten Schmerzen rechnen. Die schwerwiegendste Behandlungsform ist sicher die großflächige Narbenkorrektur nach Verbrennungen. In allen Fällen muss die Haut nach der Narbenkorrektur geschont werden – auf Make-up sowie Sonnenbäder sollten Sie während der Regenerationszeit verzichten, um die Haut nicht unnötig zu belasten.
Rötungen, Schwellungen oder Infektionen der Haut sind Risiken, die nach einer Narbenkorrektur unter Umständen auftreten können. Normalerweise verschwinden diese Beeinträchtigungen während der Nachbehandlung rasch. Manche Behandlungen, wie z.B. Peelings, müssen in bestimmten zeitlichen Abständen wiederholt werden, um eine langfristige Verjüngung des Hautbildes zu erreichen. Das endgültige Ergebnis einer Narbenkorrektur hängt sehr von der individuellen Ausgangssituation ab. Eine deutlich sichtbare Verschönerung Ihrer Narben ist fast immer möglich, die komplette Entfernung der Narben jedoch nicht. 3
|