Nasenkorrektur - AblaufEine Rhinoplastik kann, je nach Umfang und Komplexität des Eingriffs, entweder in Vollnarkose oder örtlicher Betäubung durchgeführt werden.
Nach Einleitung der Narkose wird der Nasen- und Gesichtsbereich gereinigt und desinfiziert.
Für die Korrektur einer Höckernase oder eine Verschmälerung der Nase erfolgt der Zugang zumeist über einen kleinen Schnitt im Naseninneren (meist innerer Nasensteg). Haut und Schleimhaut werden nun vorübergehend vom Nasengerüst abgehoben. Die störenden Knochen- und/oder Knorpelteile werden mit speziell für Nasenplastiken entwickelten Instrumenten vorsichtig abgetragen und neu modelliert. Auch bei der Korrektur einer Schiefnase werden von innen Knochen- und Knorpelteile des Nasenrückens oder der Nasenscheidewand zerlegt und anschließend in symmetrischer Form wieder zusammengesetzt.
Für die Korrektur von Ballon- oder Knollennasen sowie einer plumpen Nasenspitze setzt der Operateur die Schnitte in der Regel in den Nasenvorhöfen. Die Nasenspitze oder die Nasenflügel können durch diesen Zugang harmonisiert werden. Die Weichteile der Nasenspitze werden nur in Ausnahmefällen modelliert.
Die Schnitte am inneren Nasensteg sind nach der Operation normalerweise gar nicht mehr oder nur noch kaum sichtbar. Schnitte am äußeren Nasensteg, wie es zum Beispiel die Korrektur von Lippen-/Kiefer-/Gaumenspalten erfordert, hinterlassen hingegen kleine Narben.
Neben diesen verkleinernden Operationsmethoden, besteht die Möglichkeit Einsenkungen auf dem Nasenrücken „aufzufüllen“. Dazu wird entweder im Vorfeld entnommenes körpereigenes Material, zum Beispiel Knorpelgewebe aus dem Ohr, oder körperfremdes Material wie Silikon verwendet. Der Zugang erfolgt üblicherweise wieder über das Naseninnere, so dass auch hier keine äußerlich sichtbaren Narben verbleiben. Das Füllmaterial wird an der entsprechenden Stelle positioniert; im Anschluss daran erfolgt gegebenenfalls eine Verkürzung der Nasenscheidewand oder eine Verschmälerung des Nasenflügelknorpels. 4,6,8
Wenn die Nase zum Beispiel in Folge eines Unfalls in größerem Umfang vergrößert werden muss, kann auch vorher entnommenes Knochenmaterial aus der Hüfte, dem Ellenbogen oder anderen Körperteilen der Wiederherstellung einer normalen Nasenform dienen. 9
Nach Abschluss der formenden Maßnahmen erfolgt die Rückverlagerung der Schleimhäute und der Haut an die richtigen Stellen sowie deren Vernähung mit selbstauflösenden Fäden. Die Nase wird von innen und außen geschient um die neue Form zu stabilisieren. Oft werden auch Tamponaden in die Nasenlöcher eingeführt um etwaige Blutungen aufzufangen. 8
Bitte sprechen Sie über den jeweiligen Behandlungsablauf auch im Detail mit Ihrem behandelnden Arzt.
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