Ohrkorrektur

Überblick

Ohrkorrektur - Einleitung

 

Die Ohren eines Menschen finden meist bei der Schilderung von optischen Vorzügen wenig Beachtung. Die Form und Farbe der Haare, Lippen und Augen sind es, die zuerst beim Gegenüber registriert werden. Lediglich im negativen Sinne fallen Ohren beim ersten Blick auf. Es sind vor allem die sogenannten „Segelohren“, also abstehende Ohren, die als störend für die harmonische Gesamtwirkung empfunden werden. Mögen diese in fernöstlichen Ländern als ein Zeichen von Klugheit und Wohlstand angesehen werden, so gelten sie in unseren Breitengraden eher als unästhetisch und sind häufig Zielscheibe von Spott und Belustigung.

In Deutschland kommen etwa 5% der Bevölkerung mit abstehenden Ohren auf die Welt. Es ist an sich kein großes Dilemma, doch gerade während der Schulzeit müssen die Betroffenen Hänseleien über sich ergehen lassen. Das kann zum Teil zu ernsthaften Selbstwert-Problemen führen. Auch später fällt es schwer, sich mit diesem Zustand abzufinden, da unser westliches Schönheitsideal anliegende und nicht zu große Ohren favorisiert.
Indes kann heute das Problem der angeborenen Verformung der Ohrknorpel oder Asymmetrie der Knorpelteile beider Seiten dank der modernen Chirurgie mittels eines operativen Eingriffs - der Ohrkorrektur oder Ohrenkorrektur - unkompliziert und risikoarm behoben, die Ohrknorpel neu geformt werden. Empfehlenswert ist es, den Eingriff bereits in der Kindheit vorzunehmen, denn da ist der Knorpel noch nicht so hart wie bei einem Erwachsenen. Allerdings sollte das Kind das 5. Lebensjahr vollendet haben, denn bis dahin befinden die Ohren sich im Wachstum. Aber auch bei Jugendlichen und Erwachsenen jeden Alters kann die Operation ohne nennenswerte Probleme durchgeführt werden.

Die Ursache für abstehende Ohren ist eine gering ausgebildete oder nicht vorhandene Hauptfältelung des Ohres. Aus diesem Grunde wird bei dem chirurgischen Eingriff die Fältelung erneuert und in der veränderten Position fixiert. Das Operationsverfahren selbst ist eine Kombination aus Schnitt-, Ritz- und Nahttechniken, die sich nach dem Umfang des Eingriffs richtet. Störenden Narben nach der Operation müssen nicht befürchtet werden, da der operative Zugang im Regelfall über die Rückseite der Ohren erfolgt. Zuerst wird der Knorpel freigelegt, dann ausgedünnt, bis er sich in die erstrebenswerte Form legt. Anschließend fixiert man diese neue Position durch Nähte. Am Ende erhält der Patient einen schützenden Verband. Üblicherweise, wenn keine komplizierte Ausgangssituation vorliegt, kann der Eingriff ambulant und unter örtlicher Betäubung ausgeführt werden.

Zu rechnen ist mit einer Dauer von maximal zwei Stunden, pro Ohr etwa 30 bis 60 Minuten. In Ausnahmefällen wird dem Patienten ein eintägiger stationärer Aufenthalt empfohlen. Nach der Operation, sobald die Wirkung des Beruhigungsmittels verflogen ist, kann man in Begleitung nach Hause gehen. Auf das Autofahren sollte an diesem Tag unbedingt verzichtet werden. Bei planmäßigem Heilungsprozess kann nach drei bis vier Tagen die Arbeit wieder aufgenommen werden bzw. ein Kind die Schule besuchen. Auch wenn der Eingriff kein besonders dramatischer ist, muss man sich natürlich im Vorfeld umfassend informieren sowie einen Facharzt konsultieren.
Das Ergebnis im Fall einer erfolgreichen Ohrkorrektur sind enger anliegende Ohren, die dem oder der Betroffenen ein neues Selbstwertgefühl vermitteln können. 1, 2

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    Dr. Annamaria Kovacs
Budapest, Ungarn
   
    Ivo Pitanguy, M.D.
Rio de Janeiro, Brasilien
   
    P. Hlava s. no.
Karlovy Vary, Tschechische Republik
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